NewsPolitikBundesver­sicherungsamt stoppt Gehaltserhöhung von Kassenvorständen
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Bundesver­sicherungsamt stoppt Gehaltserhöhung von Kassenvorständen

Dienstag, 18. August 2015

Berlin – Das Bundesversicherungsamt (BVA) hat zum ersten Mal Gehaltserhöhungen für Krankenkassenvorstände gestoppt. Betroffen sind die Kassenvorstände der BKK RWE, Torsten Dette, und die Vorstände der Pronova BKK. Beide Kassen haben gegen das Vorgehen der BVA geklagt. So reichte Dette Klage vor dem Landessozialgericht Nieder­sachsen-Bremen ein, nachdem das BVA die Erhöhung seines Jahresgehalts um 17.500 Euro beanstandet hatte, wie er am Dienstag sagte. Seine Begründung: Er habe der Behörde seinen Vertrag 2011 freiwillig zur Prüfung vorgelegt. Gegen das darin verein­barte Jahresgehalt von 120.000 Euro plus 15.000 Euro habe die BVA damals „keine Einwände gehabt“.

Mittlerweile hat das BVA jedoch Dette zufolge eine Richtlinie zur Höhe von Bezügen erlassen. Ihm gegenüber argumentiere das Amt nun, eine Gehaltserhöhung um 6.000 Euro sei ausreichend. Er klage deshalb vor dem Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen.

Die Vorstände der Pronova BKK wollten sich der Bild-Zeitung zufolge ursprünglich zusammen rund 48.000 Euro höhere Bezüge genehmigen. Nachdem das BVA eingeschritten sei, hätten sie vor dem Landessozialgericht Rheinland-Pfalz geklagt. Das Verfahren solle jetzt beigelegt werden, weil das Gehaltsplus auf rund 10.000 Euro reduziert worden sei.

Anzeige

© afp/aerzteblatt.de

Themen:

Kommentare

Die Kommentarfunktion steht zur Zeit nicht zur Verfügung.
Avatar #73846
Titania Vertrieb
am Freitag, 29. Januar 2016, 11:59

Selbstbedienungsmentalität von Krankenkassenvorständen wenigstens gebremst !!!

mit Interesse können die mit stetig steigenden Beiträgen belasteten Versicherten erfahren das BVA hat endlich die, seit Jahren fällige, "Notbremse", wenigstens teilweise gezogen. Damit
wurde den Kassenvorständen der BKK RWE ( Torsten Dette ) sowie der Pronova BKK , zumindest die GELBE KARTE gezeigt Wer sich bereits als Vorstand 2011 sein Jahresgehalt quasi widerspruchslos um 12,5 % ( 15.000,oo € -Selbstbedienungsmentalität )
und dann erneut um sogar 13 % erhöhen will kann nur als skupellos bezeichnet werden ( freie Meinungsäußerung lt. Grundgesetz) Diesem Treiben muss endlich ein massiver Riegel vorgeschoben werden. Dem Bundesversicherungsamt kommt dabei eine Schlüsselrolle zu.
Avatar #675503
Widerstand
am Mittwoch, 19. August 2015, 12:16

Gehaltserhöhungen gestoppt?

Oh ne nä, das geht ja garnich... Da müssen Gebäude und Inneneinrichtungen bezahlt werden, da müssen immer wieder die Leistungen an die Versicherten(?) gekürzt / gestrichen werden... Wenn jetzt Gehälter gekürzt werden, womit soll man das dann alles noch begründen? Da sammelt sich doch Kapital an und die Versicherten(?) machen Stress wegen der Beitragserhöhungen. Aber abgesehen davon, ist es höchste Zeit ist, dass der Gier ein Riegel vorgeschoben wird - es fragt sich nur, wie lange die Kassenoligarchen brauchen um ihre Gehälter mit neuen Tricks aufzustocken.
LNS
LNS LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER