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Ärzteschaft

48 hausärztliche Weiterbildungs­verbünde in Nordrhein

Mittwoch, 19. August 2015

Düsseldorf – Mit dem Start des hausärztlichen Weiterbildungsverbundes Geldern im Kreis Kleve gibt es in Nordrhein seit Mitte August 48 dieser Verbünde. 101 Kranken­häuser und rund 400 Praxen arbeiten darin für den Nachwuchs an Allgemeinmedizinern. Das berichtet die Ärztekammer Nordrhein auf ihrer Internetseite.

„Der Ärztemangel betrifft gerade in ländlichen Regionen die Allgemeinmedizin und gefährdet damit die hausärztliche Versorgung“, sagte Bernd Zimmer, Vizepräsident der Ärztekammer Nordrhein, anlässlich der Urkundenübergabe in Geldern.

„Die vorgegeben Lerninhalte sind sehr breit gefächert und durch ein Krankenhaus oder eine Praxis allein nicht abzudecken. Notwendig sind beispielsweise Einsätze in der Inneren Medizin und in der Chirurgie, die Durchführung von Vorsorgeuntersuchungen und Hausbesuchen sowie die Betreuung chronisch Kranker und Langzeiterkrankter“, sagte Joachim Sitz, Chefarzt für Innere Medizin am St.-Clemens-Hospital in Geldern.

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Hausärztliche Weiterbildungsverbünde entlasteten die Jungärzte von der oft aufwendigen Planung der verschiedenen Ausbildungsphasen. „Gemeinsam mit den Hausärzten bieten wir eine regionale Komplettlösung mit eigenem Lehrplan für die gesamte Ausbildungsdauer“, erklärte Sitz.

13 niedergelassene Ärzte in Geldern, Issum, Kevelaer, Straelen und Wachtendonk beteiligen sich an dem Verbund. In ihren Praxen absolviert der Hausarztnachwuchs eine zweijährige Ausbildungszeit. Weitere drei Jahre entfallen auf die Weiterbildung im Krankenhaus. „Durch die Gründung des Gelderner Verbundes wird die Lücke zwischen dem nördlichen Ruhrgebiet und der niederländischen Grenze geschlossen“, sagte der Leiter der Weiterbildungsabteilung der Ärztekammer Nordrhein, Karl-Dieter Menzel.

In Nordrhein müssten laut der Kammer bei augenblicklich rund 6.000 Hausärzten jährlich 200 neue Ärzte nachrücken. Derzeit liege die Zahl aber bei lediglich 100 Ärzten pro Jahr.

© hil/aerzteblatt.de

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