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Ärzteschaft

Kodierhilfe zu Infektanfälligkeit unterstützt niedergelassene Ärzte

Donnerstag, 20. August 2015

Berlin – Ein Kodier-Manual zu Infektanfälligkeit und Immundefekt hat das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) herausgegeben. „Abwehrschwäche und Infektanfälligkeit zählen zu den häufigsten Anlässen, wegen derer Patienten ihren Arzt aufsuchen“, sagte der Zi-Geschäftsführer Dominik von Stillfried. Die Umstände, unter denen Infektionskrankheiten entstünden, seien sehr komplex. Daher sei auch die Kodierung häufig schwierig. Die neue Broschüre mit dem Titel „Abwehrschwäche, Infektanfälligkeit oder Immundefekt?“ soll niedergelassene Ärzte dabei unterstützen.

Das Manual liefert zunächst eine Richtschnur für Infektanfälligkeit. „Damit geben wir Ärzten exakte Klassifikationen für Krankheitsbilder, die häufig diskutiert werden, aber schwer abgrenzbar erscheinen“, sagte von Stillfried. Zum anderen widmet es sich der wachsenden Zahl von primären Immundefekten, die zu den seltenen Erkrankungen gehören. Mehr als 250 dieser angeborenen Defekte sind derzeit bekannt, jährlich entdecken Forscher etwa zehn neue. Das Manual enthält eine Liste mit ICD-Codes der bekanntesten primären Immundefekte.

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Nach den Broschüren zu HIV und zu Demenz ist die neue Veröffentlichung das dritte Zi-Manual mit einer themenspezifischen Zusammenstellung relevanter ICD-Kodes. Ärzte erhalten es in Kürze über die zuständigen Kassenärztlichen Vereinigungen. Ab Anfang September steht es zudem auf der Internetseite des Zi zum Herunterladen bereit. © hil/aerzteblatt.de

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