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Ärzteschaft

Medizinische Versorgung von Asylsuchenden in Dresden vorerst gesichert

Donnerstag, 20. August 2015

Dresden – Positive Neuigkeiten zur Versorgung von Flüchtlingen meldete heute die Sächsische Lan­des­ärz­te­kam­mer in Dresden: Danach leisten rund 200 freiwillige Helfer die medizinische Versorgung im Dresdener Erstaufnahmelager für Asylsuchende. Nachdem dies zunächst in einem Zelt stattfand, stehen jetzt Räume des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) zur Verfügung.

„Mehr als 200 freiwillige Pflegekräfte, Hebammen, Medizinstudierende und Ärzte aus allen Dresdner Krankenhäusern sowie niedergelassene Ärzte helfen trotz harter Arbeitstage in Praxis und Klinik vor Ort. Ohne sie wäre eine reguläre medizinische Versorgung der Flüchtlinge auf Grund der bisher fehlenden Planung nicht möglich“, hieß es aus der Kammer.

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Täglich betreuen die Helfer in der Sprechstunde rund 60-90 Patienten jeden Alters. Für die Versorgung von Kindern stehen Pädiater und Kinderkrankenschwestern bereit, für Probleme während der Schwangerschaft Hebammen. Ehren- und hauptamtliche Dolmetscher verringern sprachliche Barrieren.

Die Flüchtlinge leiden laut der Kammer unter anderem an akuten Gelenkbeschwerden, Kriegsverletzungen, Traumata, verschiedenen Infektionen sowie Verschlechterungen chronischer Erkrankungen. „Es gab bisher nicht einen Fall einer offenen Tuberkulose-Erkrankung. Grundsätzlich besteht derzeit keinerlei Ansteckungs-Gefahr für Dresdens Bürger“, betonte die Lan­des­ärz­te­kam­mer.

Sie fordert von den politisch Verantwortlichen, ein Steuerungsgremium mit Vertretern des Landes, der Stadt, der Kassenärztlichen Vereinigung, der Krankenkassen, der Sächsischen Lan­des­ärz­te­kam­mer, des DRK und ungebundenen Helfern einzurichten. Wichtig sei, die langfristige medizinische Versorgung von Flüchtlingen und Asylbewerbern in Sachsen zu klären, fordert die Kammer. © hil/aerzteblatt.de

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