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Ausland

Kanadischer Pharmakonzern kauft Hersteller der Lustpille für Frauen

Donnerstag, 20. August 2015

New York – Unmittelbar nach der Zulassung des ersten Wirkstoffs zur Behand­lung von sexuellen Appetenzstörungen von Frauen ersten in den USA wird deren Hersteller, der US-Pharmakonzern Sprout Pharmaceuticals, von der kanadischen Pharmagruppe Valeant übernommen.

Valeant zahlt eine Milliarde US-Dollar, wie beide Unternehmen am Donnerstag in einer gemeinsamen Mitteilung erklärten. Die ersten 500 Millionen Dollar werden bei dem für Ende September erwarteten Geschäftsabschluss fällig, die anderen 500 Millionen Dollar im ersten Quartal 2016. Valeant werde "seine weltweite Präsenz nutzen, um Flibanserin international einzuführen", erklärten die Unternehmen.

Das Medikament Flibanserin, das Frauen mit vermindertem sexuellen Verlangen helfen soll, hatte am Dienstag im dritten Anlauf von der US-Arzneimittelbehörde die Zulassung erhalten. 2010 und 2013 war das „Viagra für Frauen”, das unter dem Namen Addyi vermarktet wird, noch durchgefallen.

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Wegen möglicher schwerer Nebenwirkungen wurde die Zulassung an Auflagen geknüpft. Das Medikament soll im vierten Quartal 2015 in den USA in den Handel kommen. In Deutschland liegt kein Antrag auf Zulassung vor.

Flibanserin war vom deutschen Pharmakonzern Boehringer Ingelheim entwickelt worden, der das Patent nach der ersten gescheiterten Zulassung an die US-Firma Sprout Pharmaceuticals verkaufte. © dpa/aerzteblatt.de

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