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Politik

KBV fordert Überarbeitung der Bedarfsplanung

Freitag, 21. August 2015

Berlin – Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat gefordert, die Bedarfs­planung auf den Prüfstand zu stellen. Sie sei nur eine Arztsitzplanung und müsse überarbeitet werden, sagte KBV-Vorstand Regina Feldmann in einem Interview mit KV-on, dem Web-TV der KBV und der Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen).

Feldmann zufolge hat die aktuelle Bedarfsplanung nichts mit dem medizinischen Bedarf der Bevölkerung zu tun. Eine Aussage, ob die Versorgung gut oder schlecht sei, könne man ohne weitere Kriterien so nicht treffen. „Die ursprüngliche Bedarfsplanung und die zugrundeliegenden Zahlen stammen noch aus der Zeit der sogenannten Ärzte­schwemme“, hob Feldmann hervor. Dazu passe die jetzige Situation längst nicht mehr. Es sei daher erforderlich, sich mit dem Gesamtkonstrukt der Bedarfsplanung zu beschäftigen.

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Feldmann betonte zudem, dass es die Bedarfsplanung alleine nicht schaffen werde, „in unterversorgte Regionen Ärzte zu bringen“. Man müsse viel früher, schon bei der Aus- und Weiterbildung von jungen Medizinern, ansetzen. Diese müsse so angelegt sein, dass für die Versorgung der Bevölkerung auch in Zukunft ausreichend junge Mediziner ausgebildet werden.

Alle Beteiligten sollten Feldmann zufolge gemeinsam eine Lösung finden. Denn Unterversorgung sei definitiv kein internes Problem der KVen. Immerhin seien alle Gremien, die sich mit Unter- und Überversorgung beschäftigten, paritätisch aus Ärzten und Krankenkassen besetzt. Keiner könne hier die Verantwortung auf den anderen schieben, betonte sie. © hil/aerzteblatt.de

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