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Politik

Jeder Vierte offen für Roboter in der Pflege

Montag, 24. August 2015

Berlin – Jeder vierte Deutsche steht dem Einsatz moderner Medizintechnik in der Pflege nach einer Umfrage offen gegenüber. Demnach können sich 26 Prozent der Befragten vorstellen, von einem Roboter gepflegt zu werden, wie die am Montag in Berlin veröffentlichte Umfrage „ZukunftsMonitor“ ergab. Sie wurde vom Bundesforschungs­ministerium in Auftrag gegeben. Auch in der computergestützten Überprüfung von Gesundheitsdaten aus der Ferne sehen danach 51 Prozent große Möglichkeiten.

Darüber hinaus befürworten ebenso viele Befragte laut Umfrage Implantate für mehr Konzentration und Gedächtnisleistung. Besonders junge Menschen zwischen 14 und 19 Jahren stünden der Idee offen gegenüber (62,3 Prozent).  Über die Hälfte der Befragten (62 Prozent) hat laut den Ergebnissen Bedenken, persönliche Daten im Netz zu teilen; 67 Prozent wollen sie der Krankenkasse nicht zur Verfügung stellen.

Bun­des­for­schungs­minis­terin Johann Wanka (CDU) erklärte, der ZukunftsMonitor zeige, dass sich die Bürger sehr für neue Gesundheitstechnologien interessierten. Ihre Sorge um mögliche Risiken belege aber auch, dass es noch großen Forschungsbedarf gibt, um Fragen in der Anwendung zu klären und Vertrauen in neue Technologien zu schaffen. Sie wolle mit den Bürgern über Chancen und Risiken ins Gespräch kommen.

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Zudem sehen die Deutschen der Umfrage zufolge ein großes Potenzial für digitale Technologien im Fitnessbereich. Rund 55 Prozent empfinden demnach Fitness­armbänder oder Kleidungsstücke, die Biodaten messen, als Chance. Insgesamt stehe die Landbevölkerung (53,9 Prozent) den neuen Technologien aufgeschlossener gegenüber als Städter (44,1 Prozent). Im Ost-West-Vergleich zeigten sich die Bewohner der neuen Bundesländer offener.

Die Umfrage ist nach BMBF-Angaben der Auftakt des Bürgerdialogs „ZukunftsForum“ bis 2017. Für den „ZukunftsMonitor“ hat TNS Emnid im Juli rund 1.000 Personen befragt. © kna/aerzteblatt.de

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