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Bayer Nummer drei auf dem deutschen Pharmamarkt

Dienstag, 25. August 2015

dpa

Leverkusen – Die Bayer AG ist das größte deutsche Pharmaunternehmen, liegt auf dem deutschen Markt mit 1,6 Milliarden Euro Umsatz in Apotheke und Klinik allerdings hinter den großen Konkurrenten Novartis und Pfizer auf Rang drei. Frank Schöning von der Geschäftsleitung Bayer Health Care Deutschland ist mit dieser Platzierung aber keines­wegs unzufrieden, denn sie sei nach Jahrzehnten erst aufgrund der positiven von zahlreichen Innovationen getragenen Entwicklung der vergangenen Jahre wieder erreicht worden.

Zur Sparte Health Care, die 2014 weltweit 19,9 Milliarden Euro umsetzte, rechnet der Konzern die verschreibungspflichtigen Arzneimittel (auf die zwei Drittel des Geschäfts der Sparte in Deutschland entfällt), die rezeptfreien Medikamente, die Blutzucker­messung, die Kontrastmittel für die Radiologie und veterinärmedizinische Präparate.

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57 Projekte in der Forschungspipeline
Die umsatzstärksten Produkte auf dem heimischen Markt sind der Gerinnungshemmer Xarelto, das Augenmedikament Eylea und Kogenate zur Behandlung von Hämophilie. Auf Rang vier folgen die Contour-Blutzuckermessgeräte, die Bayer allerdings mit dem ganzen Arbeitsgebiet Diabetes Care im nächsten Jahr an Panasonic verkaufen will. Bei kardiovaskulären Erkrankungen, in der Onkologie, der Hämatologie, der gynäkolo­gischen Therapie und der Augenheilkunde sieht Bayer die Schwerpunkte der künftigen Forschung. 57 Projekte in unterschiedlichen Phasen stecken in der Forschungspipeline.

Der Konzern sieht seine Forschungsanstrengungen für innovative Arzneimittel in den Erstattungspreisen der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung in Deutschland weiterhin nicht angemessen abgebildet, wie Schöning beim Jahresmediengespräch erläuterte. Als Vergleichstherapie, der für die Frage des Zusatznutzens und als Referenz für die Preisverhandlungen mit dem Spitzenverband der Krankenkassen entscheidende Bedeutung zukommt, werde regelmäßig die günstigste, nicht die klinisch relevante ausgewählt. Die Chancen, das Arzneimittelneuordnungsgesetz (AMNOG) im Sinne der Industrie zu ändern, mochte Schöning nicht bewerten.

Zwei Milliarden Euro direkt zum deutschen Bruttoinlandsprodukt beigetragen
Derweil will Bayer die volkswirtschaftliche Bedeutung seiner Pharmasparte in der Öffentlichkeit deutlicher machen. Das WifOR-Institut, Darmstadt, hat ausgerechnet, dass Bayer Health Care 2014 zwei Milliarden Euro direkt zum deutschen Bruttoinlandsprodukt beigetragen hat. Mit dem Bezug von Vorleistungen anderer Unternehmen sowie durch die Verwendung der generierten Einkommen seien weitere 4,4 Milliarden Euro Wert­schöpfung entstanden. Entsprechend könnten zu den knapp 15 000 Beschäftigten von Bayer Health Care in Deutschland 79 000 weitere Arbeitsplätze in der Gesamtwirtschaft hinzugerechnet werden. © Stü/aerzteblatt.de

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