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Ausland

Zwei Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen im Südsudan getötet

Dienstag, 25. August 2015

Juba – Zwei Mitarbeiter der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) sind im Südsudan getötet worden. Die beiden einheimischen Mitarbeiter, die bis zur Eroberung der Stadt Leer im Bundesstaat Unity durch die Regierungstruppen im Mai im dortigen MSF-Krankenhaus arbeiteten, seien vergangene Woche bei zwei getrennten Angriffen getötet worden, teilte die Organisation am Dienstag mit. Mehrere weitere Mitarbeiter aus Leer würden noch vermisst. Ein MSF-Mitarbeiter sei in Behandlung, nachdem ihm ins Gesicht geschossen worden sei.

Nach der Eroberung von Leer waren die MSF-Mitarbeiter mit ihren Patienten in die umliegenden Sümpfe geflohen. Mit den neuen Todesfällen steigt die Zahl der seit Beginn des Bürgerkriegs getöteten Mitarbeiter von Hilfsorganisationen im Südsudan auf mehr als 30. Zahlreiche weitere werden noch vermisst.

Humanitäre Hilfseinsätze: Helfer geraten zur Zielscheibe

Ärzte und Krankenpfleger, die in Kriegs- und Krisengebieten medizinische Hilfe leisten, werden immer häufiger selbst Opfer von Gewalt. 1 800 Übergriffe auf medizinische Einrichtungen zählte das Internationale Komitee vom Roten Kreuz 2012 und 2013 – Tendenz steigend. 

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Der Konflikt zwischen den Truppen von Präsident Salva Kiir und den Milizen seines Rivalen und früheren Stellvertreters Riek Machar war im Dezember 2013 entbrannt. Seither wurden in dem jungen Staat zehntausende Menschen getötet. Kiir will am Mittwoch in der Hauptstadt Juba ein Friedensabkommen unterzeichnen.

© afp/aerzteblatt.de

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