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Ärzteschaft

KBV weist Hausärztekritik am vergangenen Honorarabschluss zurück

Mittwoch, 26. August 2015

Berlin – Der Deutsche Hausärzteverband hat den Honorarabschluss zwischen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und dem GKV-Spitzenverband vom vergangenen Jahr kritisiert. „Durch die abwegigen EBM-Regelungen zur Verwendung der zusätzlichen Honorarmittel im hausärztlichen Bereich werden Hausärzte massiv diskriminiert und gleichzeitig versucht, Selektivverträge zu behindern“, sagte der Bundesvorsitzende des Deutschen Hausärzteverbandes, Ulrich Weigeldt, in Berlin.

Die im vergangenen Jahr im Rahmen der Honorarverhandlungen ausgehandelten Regelungen sehen rund 118 Millionen Euro zusätzliche Mittel im hausärztlichen Versorgungsbereich vor. Sie sollen vor allem die Delegation von ärztlichen Leistungen fördern.

Grundsätzlich befürwortet der Deutsche Hausärzteverband dies. Das Problem bestehe in der Umsetzung: Bürokratische Richtlinien führten dazu, dass Hausärzte systematisch von dem zusätzlichen Honorar ausgeschlossen würden. „Die Regelungen haben zur Konsequenz, dass Hausärzte, die an Selektivverträgen teilnehmen, bei der Verteilung des zusätzlichen Honorars deutlich schlechter gestellt werden“, sagte Berthold Dietsche, Vorsitzender des Hausärzteverbandes Baden-Württemberg und zweiter stellvertretender Vorsitzender des Deutschen Hausärzteverbandes.

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Die KBV weist dies zurück: „Die Kritik können wir nicht nachvollziehen. Die eigentliche Leistung kann ja sehr wohl abgerechnet werden. Einzig der Strukturzuschlag kann nicht erhoben werden. Dieser wird ja bereits im Selektivvertrag selbst abgerechnet und soll nicht doppelt bezahlt werden“, erläuterte ein Sprecher.

© hil/aerzteblatt.de

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