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Ärzteschaft

Apobank: Mehr Existenzgründungen von Heilberuflern sind das Ziel

Mittwoch, 26. August 2015

Köln – Die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (Apobank) stemmt sich gegen den Trend und nutzt alle Kommunikationskanäle, um Ärzte, Apotheker, Zahnärzte und Tierärzte von den Vorteilen der Selbstständigkeit zu überzeugen. Mit gewissem Erfolg, wie die Geschäftszahlen für das erste Halbjahr 2015 zeigen: Es wurden 8.000 neue Kunden gewonnen (darunter auch angestellte Heilberufler und Studierende), das Darlehensneugeschäft stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 2,5 auf 3 Milliarden Euro.

Trotz hoher Darlehenstilgungen konnte die Genossenschaftsbank mit Sitz in Düsseldorf ihren Bestand an Existenzgründungskrediten im ambulanten Gesundheitsmarkt seit Jahresbeginn von 6,1 auf 6,3 Milliarden Euro ausbauen. Für die Immobilienfinanzierung steht aber mit 12,1 Milliarden Euro ein fast doppelt so hoher Betrag in den Büchern. Und der Gesamtbestand an Kundenkrediten wurde nur minimal auf 27,1 Milliarden Euro gesteigert.

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Von der Tatsache, dass viele Ärzte unsicher sind, ob sie die Niederlassung als berufliches Ziel ansteuern sollen, wollen sich die Verantwortlichen der Apobank nicht beirren lassen. „Gemeinsam mit unseren Partnern werden wir auch in der zweiten Jahreshälfte die Existenzgründung und die Niederlassung von Heilberuflern als Kern des deutschen Gesundheitswesens weiter umfassend fördern“, kündigte Vorstands­vorsitzender Herbert Pfennig an.

Die Investitionen in den Vertrieb, wozu die Einstellung neuer Berater und die Eröffnung neuer Standorte zählen, zahlten sich aus. Die Einlagen erhöhten sich im ersten Halbjahr um 5,7 Prozent auf 23 Milliarden Euro, vor allem aber hat die Bank an der Vermittlung und Verwaltung von Anlagen und Wertpapieren besser verdient.

Der um 5,5 Millionen Euro verbesserte Provisionsüberschuss konnte aber die Einbußen beim Zinsüberschuss, der aufgrund der historisch niedrigen Zinsen mit knapp 360 Millionen Euro um fast 20 Millionen Euro niedriger ausfiel, nicht ausgleichen. Da gleichzeitig der Verwaltungsaufwand anstieg, hat die Bank im operativen Geschäft weniger verdient. Dass unter dem Strich dennoch ein um 10 Prozent höherer Jahresüberschuss von 27,4 Millionen Euro steht, liegt auch daran, dass im Vergleich zum Vorjahr weniger Risikovorsorge für Kredite und Wertpapiere betrieben werden musste.

Pfennig rechnet im zweiten Halbjahr mit einer positiven Geschäftsentwicklung und stellte für das ganze Jahr 2015 einen höheren Jahresüberschuss bei gleichzeitiger Stärkung der Rücklagen und wieder vier Prozent Dividende für die 106 000 Mitglieder in Aussicht. © Stü/aerzteblatt.de

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