NewsÄrzteschaftVereinfachte Regelung zum Krankengeld
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

Vereinfachte Regelung zum Krankengeld

Montag, 31. August 2015

Berlin – Auf eine etwas vereinfachte Regelung für Patienten, die Krankengeld von ihrer Kasse erhalten, hat die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) in ihrem Newsletter „Praxisnachrichten“ hingewiesen.

Danach müssen die Patienten sich seit Inkrafttreten des Versorgungsstärkungsgesetzes erst am Tag nach Auslaufen der alten Arbeitsunfähigkeits(AU-)bescheinigung bei ihrem Arzt vorstellen. Damit gilt für das Krankengeld dieselbe Praxis wie für die Entgeltfortzahlung durch den Arbeitgeber: Gilt die AU-Bescheinigung zum Beispiel bis Dienstag, muss sich der Patient für den Bezug von Krankengeld spätestens am Mittwoch erneut beim Vertragsarzt vorstellen. Dann erhält er ab Mittwoch von seiner Krankenkasse weiter Krankengeld. Nach der alten Regelung hätte er bereits am Dienstag in die Praxis kommen müssen, um ab Mittwoch Krankengeld zu beziehen.

Anzeige

In der Vergangenheit war es laut der KBV immer wieder vorgekommen, dass Patienten den Anspruch auf Krankengeld verloren hatten, weil sie die Arbeitsunfähigkeit gegenüber der Kasse nicht lückenlos nachweisen konnten. In einigen Fällen kam es sogar zu Schadensersatzansprüchen gegen Ärzte, weil die Patienten den Vorwurf erhoben, nicht informiert worden zu sein.

Auf eine Verbesserung für Ärzte hatte die KBV schon im Juni hingewiesen: Mit der neuen AU-Bescheinigung (Muster 1) fällt der sogenannte Auszahlschein für Krankengeld (Formular 17) weg. Für Krankschreibungen gibt es also nur noch ein Formular statt bislang zwei.

© hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

29. April 2020
Berlin – Ärzte können Versicherte mit Erkrankungen der oberen Atemwege, die keine schwere Symptomatik aufweisen, vorerst bis zum 18. Mai telefonisch Krankschreiben. Eine Sonderregelung für die
Telefonische Krankschreibung vorerst bis 18. Mai möglich
27. April 2020
Berlin – Patienten sollten bei Erkrankungen der oberen Atemwege auch über den 4. Mai hinaus telefonisch von Ärzten krankgeschrieben werden können. Die derzeitige Ausnahmeregelung für eine telefonische
Hausärzte mahnen telefonische Krankschreibung bis Quartalsende an
24. April 2020
Berlin – Arbeitnehmer sollten sich aus Sicht der Hausärzte noch länger auch ohne Praxisbesuch krankschreiben lassen können. „Die Möglichkeit, dass Ärzte eine Arbeits­unfähigkeits­bescheinigung
Hausärzte für längere Krankschreibung per Telefon
17. April 2020
Berlin – Für Krankschreibungen bei leichten Atemwegsbeschwerden müssen Arbeitnehmer ab dem 20. April wieder zum Arzt gehen. Eine in der Corona-Epidemie eingeführte Ausnahmeregelung, dass dies auch
Für Krankschreibungen ab Montag wieder Arztbesuch nötig
11. März 2020
Berlin – Der Krankenstand unter den gut 14 Millionen Arbeitnehmern, die bei der AOK versichert sind, ist leicht gesunken. Lag er 2018 noch bei 5,5 Prozent, betrug er nach Angaben des
Krankenstand der AOK-Versicherten leicht gesunken
25. Februar 2020
Schwerin – Krankheitsbedingte Fehltage verursachen nach jüngsten Berechnungen der Krankenkassen in Mecklenburg-Vorpommern Produktionsausfälle in Höhe von rund einer Milliarde Euro pro Jahr. Wie aus
Milliardenverlust durch Krankheit in Mecklenburg-Vorpommern
21. Februar 2020
Dresden – Die Sachsen kehren nach einer Krankschreibung schneller in den Job zurück als die Deutschen insgesamt. Nach einer Auswertung der DAK-Gesundheit fehlten die Beschäftigten im Freistaat 2019 im
LNS LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER