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Vermischtes

Impfung gegen Virushepatitis bleibt wichtig

Mittwoch, 2. September 2015

Hannover – Auf die Bedeutung von Impfungen gegen Virushepatitiden weist die Deutsche Leberstiftung hin. „Eine Hepatitis A klingt zwar bei gesunden Menschen in der Regel nach einer Weile von selbst ab. Trotzdem ist es besser, die Infektion zu verhindern“, sagte Michael Manns, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Leberstiftung.

Ungeschützter Sex, Tätowierungen oder Piercings, die unter nicht-hygienischen Bedingungen stattfinden, seien häufige Quellen einer Infektion mit Hepatitis B oder Hepatitis C. Die Infektion bleibe häufig zunächst unentdeckt, da die Leber trotz Entzündung keinen Schmerz empfinde und die Symptome unspezifisch seien. „Werden Hepatitis B und C nicht behandelt, verlaufen sie häufig chronisch. Als Spätfolgen können Leberzirrhose und Leberzellkrebs auftreten“, so Manns.

Eine kombinierte Impfung gegen Hepatitis A und B schütze für mehrere Jahre gegen eine Neuinfektion. Die Impfung erfolgt in drei Etappen: Die erste und zweite Spritze werden in einem Abstand von einem Monat gesetzt, die dritte Spritze erfolgt nach weiteren sechs Monaten. Bei gesunden Erwachsenen besteht die Möglichkeit, durch ein beschleunigtes Impfschema an den Tagen 0, 7 und 21 den Impfschutz schneller zu erreichen. Die Impfungen sind gut verträglich.

Eine Impfung gegen Hepatitis B schützt auch vor Hepatitis delta, da diese Erkrankung nur mit einer Hepatitis B gemeinsam vorkommen kann. Eine Impfung gegen Hepatitis C ist nicht verfügbar. „Vorbeugen ist daher besonders wichtig, um eine Infektion zu vermeiden. Eine Kontrolle der Leberwerte kann Aufschluss über eine Infektion mit Hepatitis-Viren geben“, informiert die Leberstiftung.

© hil/aerzteblatt.de

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