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Herzklappendefekte bei jungen Frauen sind eine besondere Herausforderung

Donnerstag, 3. September 2015

Bochum – Die Betreuung von jungen Frauen mit Herzklappendefekten ist eine besondere Herausforderung für Kardiochirurgen. Darauf hat das Herz- und Diabeteszentrum NRW Bad Oeynhausen, Universitätsklinik der Ruhr-Universität Bochum, hingewiesen.

In den meisten Fällen treten Beschädigungen an den Herzklappen als Verschleiß­erscheinung bei älteren Menschen auf. Bei jungen Leuten sind sie eher selten. Kardiochirurgen stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, um eine schwer beschädigte Herzklappe wieder in Form und Funktion zu bringen. Bei schwierigen Defekten ist laut den Bad Oeynhausener Experten eine Reparatur der Klappe die anspruchsvollste Lösung. Sie habe für junge Frauen aber den großen Vorteil, dass einer späteren Schwangerschaft nichts im Wege stehe.

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„Ist eine Reparatur der Herzklappe nicht möglich, dann muss die defekte Klappe ersetzt werden“, erläutert André Renner, Herz- und Thoraxchirurg der Klinik für Thorax- und Kardiovaskularchirurgie unter der Leitung von Jan Gummert. Infrage kommen mechanische oder biologische Herzklappen. Biologische Herzklappen können sich bei jüngeren Patienten aber bis zum Funktionsverlust verändern und eine zweite Herz­klappen­operation nötig machen.

Allerdings sei der biologische Ersatz die beste Alternative für junge Frauen mit Schwangerschaftswunsch. Bei einem mechanischen Herzklappenersatz müssen die Patienten lebenslang gerinnungshemmende Medikamente einnehmen. Sie verhindern, dass sich an der künstlichen Klappe Blutgerinnsel bilden. „Unter dieser Therapie ist das Risiko für schwere Komplikationen und Sterblichkeit während der Schwangerschaft und bei der Geburt für Mutter und Baby deutlich erhöht“, hieß es aus der dem Herz- und Diabeteszentrum.

© hil/aerzteblatt.de

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