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DFG-Förderatlas 2015: „Exzellenzinitiative trägt Früchte“

Donnerstag, 3. September 2015

dpa

Berlin – Die 45 im Rahmen der Exzellenzinitiative geförderten Universitäten sind besonders forschungsstark und attraktiv. Dies geht aus dem „DFG-Förderatlas 2015“ hervor, den die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) heute gemeinsam mit der Hochschulrektorenkonferenz vorstellte. Themenschwerpunkt des alle drei Jahre erscheinenden Werkes ist in diesem Jahr zusätzlich zu einer generellen Datenanalyse die Exzellenzinitiative. „Damit trägt der Förderatlas zu einer Art Zwischenbilanz dieses so wichtigen Programms bei“, sagte die Generalsekretärin der DFG, Dorothee Dzwonnek.

Die Forschungsstärke und Attraktivität der in der Exzellenzinitiative geförderten „Spitzen-Unis“ zeigt sich konkret bei der Einwerbung von Fördergeldern: Im Jahr 2012 warben sie gut drei Viertel aller vergebenen Drittmittel ein. Dieses Bild bestätigt auch der Blick auf einzelne Förderquellen: Sowohl bei den DFG-Bewilligungen als auch bei der direkten Projektförderung durch den Bund und im 7. Europäischen Forschungsrahmen­programm erzielten die Universitäten der Exzellenzinitiative jeweils die größten Anteile. Bei den Lebenswissenschaften erhielten in den vergangenen Jahren die LMU München sowie die Universitäten Heidelberg, Göttingen und Freiburg die meisten DFG-Mittel.

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Auch international haben die Universitäten der Exzellenzinitiative eine hohe Anziehungs­kraft. Sie waren dem Förderatlas zufolge das Wunschziel der meisten ausländischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Bis 2014 kamen rund 4.000 aus dem Ausland in das deutsche Wissenschaftssystem oder kehrten als deutsche Forscherinnen und Forscher aus dem Ausland zurück, um in einer Graduiertenschule oder einem Exzellenzcluster mitzuwirken.

Auch für die regionale Zusammenarbeit stellt der Förderatlas positive Effekte der Exzellenzinitiative fest: Etwa ein Viertel der beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ist an Hochschulen oder außeruniversitären Einrichtungen außerhalb der Graduiertenschulen und Exzellenzcluster tätig. Besonders enge Verbindungen gebe es zu benachbarten Hochschulen und Max-Planck-Instituten in den jeweiligen Regionen, erläuterte Dzwonnek. Positiv wirke sich die Exzellenzinitiative zudem auf die Zahl wissenschaftlicher Publikationen aus.

„So ergeben sich aus dem Förderatlas eine ganze Reihe von Anhaltspunkten dafür, dass und wie die Exzellenzinitiative erfolgreich zu einer weiteren Profilschärfung insbesondere der forschungsstarken Universitäten beiträgt“, resümierte die DFG-Generalsekretärin. Anzeichen für eine wachsende Ungleichverteilung von Fördermitteln unter den einzelnen Hochschulen oder Fächern im Zuge der Exzellenzinitiative, wie sie von Kritikern befürchtet wurde, seien hingegen nicht zu finden. „Die Ergebnisse werden Eingang die Debatte um die Neuauflage der Exzellenzinitiative ab 2017 finden“, sagte Dzwonnek.

© ER/aerzteblatt.de

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