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Ausland

Deutschland verfügt über größte Palette von Opioid-Schmerz­mitteln in Europa

Donnerstag, 3. September 2015

Wien – Die europäischen Staaten handhaben die Zulassung und Finanzierung von Opioid-Arzneimitteln sehr uneinheitlich. „Ob Patienten einen angemessenen Zugang zu den potenten Analgetika heben, hängt somit mehr vom geografischen Zufall als von medizinischen Kriterien ab“, sagte Hans Georg Kress beim Kongress der Europäischen Schmerzföderation EFIC in Wien. Kress ist Vorstand der Abteilung für Anästhesie und Spezielle Schmerztherapie, AKH/ MedUni Wien und Past President der EFIC.

Die Unterschiede zeigt eine neue Studie der EFIC, die jetzt in Wien vorgestellt wurde. Danach ist die Zahl der unterschiedlichen Opioid-Präparate, auf die Schmerzpatienten zurückgreifen können, in Westeuropa deutlich höher als in Osteuropa.

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„Deutschland ist diesbezüglich Spitzenreiter: Die Bundesrepublik ist mit 47 zugelassenen oralen Opioid-Schmerzmitteln, für die alle die Kosten von den Krankenkassen übernommen werden, klarer europäischer Spitzenreiter, vor Italien mit 42 zugelassenen und erstatteten Medikamenten, Dänemark mit 37 Medikamenten auf dem Markt, von denen allerdings nur 22 erstattet werden, und Schweden mit 35 zugelassenen und bezahlten Medikamenten“, so Kress.

Die Schlusslichter bilden der Kosovo mit vier, von denen keines erstattet werde, Russland mit ebenfalls vier zugelassenen Medikamente, die allerdings erstattet werden, Bosnien-Herzegowina mit dreien (keine Erstattung) und die Ukraine, wo kein einziges orales Opioid verfügbar ist.

© hil/aerzteblatt.de

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