NewsPolitikPersönliche Einladung zur Darmkrebsvorsorge bewährt sich
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Persönliche Einladung zur Darmkrebsvorsorge bewährt sich

Donnerstag, 3. September 2015

Berlin – Versicherte persönlich auf ihre Darmkrebsvorsorge anzusprechen, bewährt sich. Dieses Fazit ziehen die Betriebskrankenkassen nach drei Jahren „Aktionsbündnis gegen Darmkrebs“. Im Rahmen dieser Aktion versenden die Betriebskrankenkassen seit 2012 an ihre 55-jährigen Versicherten ein persönliches Einladungsschreiben mit der Bitte, zur Darmspiegelung zu gehen.

Alternativ bieten sie ihnen einen kostenlosen immunologischen Stuhltest an. Schirmherr ist Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Hermann Gröhe (CDU). „Die Aktion hat bisher mehr als 120.000 Menschen zur Darmkrebs­vorsorge bewegen können und dabei wahrscheinlich 600 Menschen vor Darmkrebs bewahrt“, hieß es aus dem BKK-Dachverband.

„Effizienz und Erfolg des Darmkrebs-Screenings sind unstrittig, weil es die Krankheit in den weitaus meisten Fällen verhindern kann“, betont auch der Berufsverband der niedergelassenen Gastroenterologen (bng). „Dennoch stagniert die Teilnahme der anspruchsberechtigten GKV-Versicherten über 55 Jahren seit langem auf einem überraschend niedrigen Niveau“, bedauert der Darmkrebs-Experte des Verbandes, Jens Aschenbeck. Der bng drängt daher darauf, schnell ein bundesweites Einladungs­verfahren zu etablieren.

Anzeige

Der Gemeinsame Bundes­aus­schuss berät zurzeit darüber, im kommenden Jahr ein solches in die Regelversorgung gesetzlich Versicherter aufzunehmen. Darmkrebs ist eine der häufigsten Krebsarten in Deutschland: 70.000 Menschen erkranken jährlich daran, 27.000 Betroffene sterben an den Folgen der Erkrankung.

© hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

30. September 2020
Heidelberg – In den USA erkranken altersstandardisiert mehr Frauen an Brustkrebs als in Deutschland. Aber die Sterblichkeit ist offenbar deutlich geringer. Das berichten Wissenschaftler des Deutschen
Sterblichkeit wegen Brustkrebs bei älteren Frauen in Deutschland höher als in den USA
14. August 2020
Berlin – Mit dem Start der elektronischen Dokumentation in den organisierten Früherkennungsprogrammen am 1. Oktober dieses Jahres wird auch der Einheitliche Bewertungsmaßstab (EBM) angepasst. Darauf
Früherkennung: Elektronische Dokumentationspflicht ab Oktober
13. August 2020
Köln – Viele Menschen haben aufgrund der Coronakrise Krebsfrüherkennungsuntersuchungen, Gesundheits-Check-Ups und Zahnarztbesuche aufgeschoben. So lautet das Ergebnis der aktuellen Befragungswelle des
Viele Vorsorgeuntersuchungen wegen Coronakrise aufgeschoben
3. August 2020
Hamburg – Nur knapp jeder fünfte gesetzlich Krankenversicherte geht während eines Jahres zum Hautkrebsscreening. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Auswertung der Techniker Krankenkasse (TK).
Hautkrebs: Nur jeder Fünfte geht zum Screening
31. Juli 2020
Magdeburg – Die Einladung mit einem Termin kommt ins Haus, die Untersuchung soll frühzeitig Brustkrebs erkennen helfen und Leben retten. Dennoch lässt inzwischen knapp jede zweite Sachsen-Anhalterin
Weniger Frauen gehen zum Mammografiescreening
14. Juli 2020
Hamburg/Berlin – Die Deutsche Gesellschaft für Urologie kritisiert einen Health-Technology-Assessment-Bericht (HTA) zur Fusionsbiopsie bei Verdacht auf Prostatakrebs, den das Institut für Qualität und
Urologen sehen Nutzen einer Fusionsbiopsie bei Verdacht auf Prostatakrebs
10. Juli 2020
Berlin – Die Anzahl der vertragsärztlichen Untersuchungen zur Früherkennungskoloskopie im Rahmen der Darmkrebsvorsorge hat im vergangenen Jahr stark zugenommen. Das teilte das Zentralinstituts für die
LNS LNS LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER