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Ärzteschaft

KV Nordrhein will Versorgung von Flüchtlingen aktiv mitgestalten

Freitag, 4. September 2015

Düsseldorf – Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Nordrhein will das Land Nordrhein-Westfalen bei den Bemühungen unterstützen, die Versorgung der Flüchtlinge flächendeckend zu organisieren. „Wir haben mit dem Ge­sund­heits­mi­nis­terium Gespräche geführt und sind dabei, einen Vertrag zu schließen, der die Versorgung der Menschen in den Erstaufnahmestellen regeln soll“, sagte Peter Potthoff, Vorsitzender der KV Nordrhein, auf der Ver­tre­ter­ver­samm­lung (VV) der KV Anfang September.

„Wir bringen uns aktiv in die Abstimmungsprozesse ein, obwohl wir eigentlich nur für die Versorgung von GKV-Versicherten zuständig sind“, so Potthoff. Ab wann die Verein­barung greift, stehe noch nicht fest, da das Innenministerium sie noch prüfen müsse. „Tatsache ist, dass täglich Flüchtlinge kommen und sie unversorgt bleiben“, verwies der KV-Vorsitzende.

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Neben der Versorgung in den Erstaufnahmestellen gelte es, die Versorgung der Menschen zu erleichtern, die bereits auf die Kommunen verteilt wurden. Den Rahmenvertrag, den die Landesregierung hierzu mit der Mehrzahl der Krankenkassen zur Versorgung der Flüchtlinge bereits geschlossen hat, beurteilte Potthoff im Prinzip positiv. „Da Ärzte die eGK für Flüchtlinge nicht als besondere Karte erkennen können, müssen die Bedingungen im Einzelnen aber klar geregelt sein“, unterstrich er.

Ein weiterer wesentlicher Punkt in der VV waren Satzungsänderungen. Sie sehen unter anderem vor, dass künftig mindestens 18 Sitze jeweils für Haus- und Fachärzte, sechs Sitze für Ermächtigte/angestellte Ärzte sowie fünf Sitze für Psychotherapeuten reserviert sind. Damit haben Haus- und Fachärzte in Zukunft eine Sperrminorität bei Abstimmungen in der Versammlung, die einer Zwei-Drittel-Mehrheit bedürfen. © hil/aerzteblatt.de

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