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Ärzteschaft

Bundes­ärzte­kammer fordert Stärkung der palliativen Versorgung in Kliniken

Freitag, 4. September 2015

Berlin – Die Bundes­ärzte­kammer (BÄK) hat gefordert, die allgemeine Palliativversorgung in Krankenhäusern zu stärken. Der Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Verbesserung der Hospiz- und Palliativversorgung in Deutschland sei ein „wichtiger Schritt, die Strukturen der Hospiz- und Palliativversorgung in wesentlichen Bereichen weiter auszubauen und zu konsolidieren“, heißt es dazu in einer Stellungnahme der BÄK. Allerdings gebe es Nachbesserungsbedarf an dem Gesetzentwurf unter anderem bei der allgemeinen Palliativversorgung im Krankenhaus.

Der Bundes­ärzte­kammer zufolge verstirbt nahezu die Hälfte der Menschen in Deutschland im Krankenhaus – überwiegend aber nicht in den Palliativstationen, sondern in Fachabteilungen und Allgemeinstationen. „Durch die Stärkung der allgemeinen palliativen Versorgung in den Krankenhäusern würde die derzeit bestehende Lücke geschlossen“, verweist die Kammer in ihrem Bericht. Dazu müsse ausreichend qualifiziertes ärztliches und nicht-ärztliches Personal zur Verfügung stehen. Um in Anbetracht der demografischen Entwicklung genügend Personal rekrutieren zu können, seien hier „dringend begleitende Maßnahmen notwendig“.

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Außerdem spricht sich die BÄK für ein abgestuftes Konzept einer differenzierten Hospiz- und Palliativversorgung aus. Um die Patienten bedarfsgerecht betreuen zu können, müssten sowohl ambulante und stationäre, als auch allgemeine und spezialisierte Versorgungsangebote vorgehalten werden.

Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Hermann Gröhe (CDU) hatte im März einen Entwurf eines Hospiz- und Palliativversorgungsgesetzes vorgelegt. Die darin aufgeführten Maß­nahmen sollen dazu beitragen, „dass alle Menschen an den Orten, an denen sie ihre letzte Lebensphase verbringen, auch im Sterben gut versorgt und begleitet sind“. Dafür nimmt die schwarz-rote Koalition Mehrkosten von rund 200 Millionen Euro pro Jahr in Kauf. Die Anhörung im Bundestag zu dem Vorhaben ist für den 21. September vorgesehen. © hil/aerzteblatt.de

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