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Ärzteschaft

Neuer ärztlicher Bereitschaftsdienst in Hessen bewährt sich

Dienstag, 8. September 2015

Frankfurt – Die neuen Strukturen des ärztlichen Bereitschaftsdienstes (ÄBD) in Hessen bewähren sich in der augenblicklichen Flüchtlingskrise: Laut der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) des Bundeslandes war es vor einigen Tagen in einer provisorischen Flüchtlingsnotunterkunft in Bensheim in Südhessen nötig, rund 70 Personen wegen Läusebefalls zu versorgen. Dies übernahm der zuständige Dienstarzt des Bereitschafts­bezirks Bergstraße/Standort Lindenfels.

„Der diensthabende Arzt war rund vier Stunden im Flüchtlingslager gebunden. Durch unsere Parallelstrukturen und die Versorgung des gesamten Gebietes durch den Dienstarzt aus Heppenheim kam es trotzdem zu keinerlei Beeinträchtigungen in der Versorgung“, erläuterte Günter Haas aus dem KV-Vorstand. Er betonte, dies sei vor der Reform so nicht möglich gewesen.

Seit Anfang 2015 nehmen eine sogenannte Dispozentralen in Frankfurt und eine in Kassel alle Anrufe entgegen, die unter der Telefonnummer 116117 eingehen. Die Mitarbeiter der beiden Zentralen betreuen und vermitteln alle Patienten in Hessen, die außerhalb der Praxisöffnungszeiten einen Haus- oder Facharzt kontaktieren wollen. Vorher riefen diese in vielen Regionen direkt ihren Hausarzt oder dessen Vertreter an oder wandten sich an eine regionale Vermittlungsstelle.

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In den vergangenen Monaten hatte sich der KV-Vorstand mehrfach gegen Kritik am neuen ÄBD gewehrt. Eine Ursache für diese Kritik war die Grippewelle Anfang des Jahres: Während viele Mitarbeiter der Dispozentralen selbst krank waren gab es weit mehr Anrufe als erwartet – im Februar waren es 60.000. „Trotz zu erwartender Startprobleme und teilweise zu langer Wartezeiten am Telefon hat die Reform des ÄBD in Hessen aber funktioniert“, zog die KV-Hessen Ende Juni ein Fazit des Umbaus.   © hil/aerzteblatt.de

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