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Ärzteschaft

Neue GOÄ gut auf Kurs

Dienstag, 8. September 2015

Berlin – Die Bundes­ärzte­kammer und der PKV-Verband sind zuversichtlich, dass die neue Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) im Herbst 2016 starten kann. Das vermeldete Theodor Windhorst, Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe und Verhandlungs­führer  der Bundes­ärzte­kammer für die GOÄ. „Mit der nun erfolgten Übergabe eines gemeinsamen Konzeptes zur Novellierung der GOÄ an das Bundesministerium für Gesundheit und deren anschließender fortlaufender Weiterentwicklung und Aktua­lisierung ist ein weiterer entscheidender Meilenstein erreicht", erklärte Birgit König, Vorstandsvorsitzende der Allianz Private Kran­ken­ver­siche­rungs-AG und Verhandlungsführerin auf Seiten des PKV-Verbandes.

Beide hoffen, dass die gemeinsamen Vorschläge nun zügig vom Bundesministerium für Gesundheit aufgenommen werden. Auch bei dem noch ausstehenden abschließenden Arbeitsschritt der Vereinbarung der Bewertungen für die Leistungen der neuen GOÄ sei man bereits auf gutem Kurs, stellten beide Seiten fest.

Vor dem Hintergrund aktueller Medienberichte stellten König und Windhorst jedoch klar, dass ein zweistelliges Honorarplus über alle Bereiche der GOÄ keinesfalls konsentiert ist. „Hierbei handelt es sich um die Eingangsforderung der Ärzteseite zum Zeitpunkt der Eröffnung der Verhandlungen”, erläuterte Windhorst. „Dieser ärztlichen Eingangs­forderung steht die Forderung einer Absenkung der Bewertungen der Leistungen der neuen GOÄ seitens der PKV gegenüber", erklärte König.

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„Allerdings sind beide Seiten bis heute einander schon ein großes Stück näher gekommen", betonten die Verhandlungsführer. „Beide Seiten haben sich darauf verständigt, die ärztlichen Gesprächs- und Zuwendungsleistungen in der neuen GOÄ zu fördern. Dagegen sollen bestehende Überbewertungen technischer Leistungen in der aktuellen GOÄ korrigiert werden", sind sich König und Windhorst einig. „Für Aussagen über die Auswirkung der GOÄ-Reform sowie deren generelle Auswirkung auf die künftige Honorarentwicklung im privatmedizinischen Bereich ist es derzeit noch viel zu früh", erklärten die beiden Verhandlungsführer abschließend. © EB/aerzteblatt.de

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