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Vermischtes

Interesse an Brustvergrößerungen scheint wieder zu steigen

Mittwoch, 9. September 2015

Berlin – Nach dem Skandal um mangelhafte Implantate scheint das Interesse an Brustvergrößerungen wieder zuzunehmen. Einer repräsentativen Umfrage unter Patienten zufolge stieg die Nachfrage im Vergleich zu anderen Schönheits-OPs. Die Ergebnisse stellte die Deutsche Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie (DGÄPC) am Mittwoch in Berlin vor. Demnach kündigten 17,8 Prozent der befragten Patienten an, sich die Brüste mit Implantaten vergrößern lassen zu wollen. Im Vorjahr planten das lediglich 15,4 Prozent.

Die Nachfrage war nach DGÄPC-Angaben in den vergangenen Jahren stets zurückgegangen. Als Grund dafür nannte die Gesellschaft den Skandal um Brustimplantate mit Billigsilikon. Im Jahr 2010 war bekanntgeworden, dass die französische Firma PIP Implantate mit Industriesilikon gefüllt hatte. Sie waren allein in Deutschland etwa 5.000 Frauen eingesetzt worden. „Der Skandal von heute ist morgen wieder vergessen“, kommentierte DGÄPC-Präsident Sven von Saldern die Entwicklung.

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Häufig sei der Leidensdruck der Patientinnen zudem so groß, dass sie sich trotz möglicher Vorbehalte für eine OP entschieden. „Allerdings greifen immer mehr Frauen auf Brustvergrößerungen mit Eigenfett zurück», sagte von Saldern. Mit 4,4 Prozent der Patientinnen fragten demnach mehr Frauen diese Alternative nach als noch im Vorjahr (3,2 Prozent). Generell sei ein Trend zu sanfteren Methoden zu beobachten: „Die Patienten haben grundsätzlich den Wunsch, ein Maximum an Effekt mit einem Minimum an Aufwand zu haben.“ Zudem sei das Angebot in dem Bereich weiter gestiegen.

Brustvergrößerungen mit Implantat sind weiterhin die beliebtesten ästhetisch-plastischen Operationen. Außerdem steht hierzulande die Lidstraffung hoch im Kurs (13,3 Prozent), gefolgt von der Fettabsaugung (10,4). Separat betrachtet lassen sich Männer am liebsten die Lider straffen. Es folgen die Fettabsaugung sowie Hals-, Stirn- oder Facelifting. © dpa/aerzteblatt.de

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