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Ärzteschaft

Mehr Ärzte für Erstuntersuchung von Flüchtlingen

Sonntag, 13. September 2015

Schwerin/Horst - Für die medizinische Erstversorgung der in Mecklenburg-Vorpommern ankommenden Flüchtlinge sind von Montag an zusätzliche Ärzte und Assistenten im Einsatz. Die Mediziner werden von der Universitätsklinik in Rostock gestellt, voraus­sichtlich fünf Ärzte und eben so viele Medizinstudenten. Sie sollen in den beiden Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes in Horst (Landkreis Ludwigslust-Parchim) und Stern-Buchholz bei Schwerin zum Einsatz kommen, wie Sozialministerin Birgit Hesse (SPD) sagte. Dort würden sie die Eingangsuntersuchungen und Impfungen übernehmen.

Geplant sei auch der Einsatz mobiler Röntgengeräte. "Ich bin der Universitätsmedizin Rostock dankbar, dass ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für diese schwierige Aufgabe zur Verfügung stehen", betonte die Ministerin. Das Deutsche Rote Kreuz habe ebenfalls seine Unterstützung zugesagt.

Hesse war nach einem Krisengipfel mit Kommunen und Behörden am vorigen Donnerstag mit der Aufgabe betraut worden, die Engpässe bei der medizinischen Versorgung rasch zu beheben. In Horst und Stern-Buchholz war laut Ministerium regulär bislang nur jeweils ein Arzt von örtlichen Kliniken im Einsatz. Diese würden bleiben und die Behandlung akuter Fälle übernehmen, hieß es.

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Flüchtlinge dürfen grundsätzlich erst nach dem Gesundheitscheck in eine der kommunalen Sammelunterkünfte oder Wohnungen weitergeleitet werden. Wegen des zuletzt besonders großen Andrangs neuer Asylbewerber waren die Mediziner nicht mehr nachgekommen. Auch deshalb war es in Horst offenbar zur akuten Überbelegung gekommen.

Teilweise mussten Neuankömmlinge im Freien nächtigen. Durch das zusätzliche Personal sollen die medizinischen Untersuchungen schneller erfolgen, um die Flüchtlinge dann rasch in anderen Orten unterbringen zu können. Vor etwa einem Jahr blieben Flüchtlinge laut Innenministerium bis zu drei Monate in der Erstaufnahme in Horst. Inzwischen seien es nur noch wenige Tage, weil der Platz dringend benötigt werde. © dpa/aerzteblatt.de

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