NewsÄrzteschaftMehr Ärzte für Erstuntersuchung von Flüchtlingen
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

Mehr Ärzte für Erstuntersuchung von Flüchtlingen

Sonntag, 13. September 2015

Schwerin/Horst - Für die medizinische Erstversorgung der in Mecklenburg-Vorpommern ankommenden Flüchtlinge sind von Montag an zusätzliche Ärzte und Assistenten im Einsatz. Die Mediziner werden von der Universitätsklinik in Rostock gestellt, voraus­sichtlich fünf Ärzte und eben so viele Medizinstudenten. Sie sollen in den beiden Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes in Horst (Landkreis Ludwigslust-Parchim) und Stern-Buchholz bei Schwerin zum Einsatz kommen, wie Sozialministerin Birgit Hesse (SPD) sagte. Dort würden sie die Eingangsuntersuchungen und Impfungen übernehmen.

Geplant sei auch der Einsatz mobiler Röntgengeräte. "Ich bin der Universitätsmedizin Rostock dankbar, dass ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für diese schwierige Aufgabe zur Verfügung stehen", betonte die Ministerin. Das Deutsche Rote Kreuz habe ebenfalls seine Unterstützung zugesagt.

Hesse war nach einem Krisengipfel mit Kommunen und Behörden am vorigen Donnerstag mit der Aufgabe betraut worden, die Engpässe bei der medizinischen Versorgung rasch zu beheben. In Horst und Stern-Buchholz war laut Ministerium regulär bislang nur jeweils ein Arzt von örtlichen Kliniken im Einsatz. Diese würden bleiben und die Behandlung akuter Fälle übernehmen, hieß es.

Anzeige

Flüchtlinge dürfen grundsätzlich erst nach dem Gesundheitscheck in eine der kommunalen Sammelunterkünfte oder Wohnungen weitergeleitet werden. Wegen des zuletzt besonders großen Andrangs neuer Asylbewerber waren die Mediziner nicht mehr nachgekommen. Auch deshalb war es in Horst offenbar zur akuten Überbelegung gekommen.

Teilweise mussten Neuankömmlinge im Freien nächtigen. Durch das zusätzliche Personal sollen die medizinischen Untersuchungen schneller erfolgen, um die Flüchtlinge dann rasch in anderen Orten unterbringen zu können. Vor etwa einem Jahr blieben Flüchtlinge laut Innenministerium bis zu drei Monate in der Erstaufnahme in Horst. Inzwischen seien es nur noch wenige Tage, weil der Platz dringend benötigt werde. © dpa/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

19. Oktober 2020
Berlin – Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) befürchtet, dass die Coronapandemie die Integration von Migranten zurückwirft. „Die Beschäftigung der Zuwanderer war
OECD: Pandemie gefährdet Fortschritte in der Migration
16. Oktober 2020
Kassel/Gießen – Nach einer Masseninfektion mit 112 SARS-CoV-2-Fällen in einer Kasseler Flüchtlingseinrichtung werfen dort eingesetzte Ärzte dem Regierungspräsidium Gießen Versäumnisse vor. „Weil zu
Ärzte kritisieren Umgang mit SARS-CoV-2-Masseninfektion in Erstaufnahme
12. Oktober 2020
Mexiko-Stadt – In einem Lager für Einwanderer in den USA sind nach Erkenntnissen der mexikanischen Behörden mindestens zwei Frauen ohne ihre Zustimmung operiert worden. Eine der beiden Mexikanerinnen
Mexiko: Frauen in US-Auffangzentrum ohne Zustimmung operiert
12. Oktober 2020
Madrid – Innerhalb von 48 Stunden sind auf den Kanarischen Inseln mehr als 1.000 Flüchtlinge aus Afrika gelandet. So viele Ankünfte von Migranten seien seit mehr als einem Jahrzehnt nicht mehr
Mehr als 1.000 afrikanische Flüchtlinge auf den Kanaren gelandet
9. Oktober 2020
Berlin/Brüssel – Bundesinnenminister Horst Seehofer hat die Vorschläge der EU-Kommission für eine Reform der europäischen Migrations- und Asylpolitik gegen Kritik aus der eigenen Bundestagsfraktion
Seehofer: Asylpaket bringt keine „Sonderlasten“
8. Oktober 2020
Berlin – Auf die gesundheitlichen und humanitären Folgen der Abschiebepraxis von Geflüchteten haben die Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges/Ärzte in sozialer Verantwortung (IPPNW)
IPPNW: Abschiebepraxis geflüchteter Menschen humanisieren
2. Oktober 2020
Samos – Ärzte ohne Grenzen hat vor der verheerenden Lage im Flüchtlingslager Vathy auf der Insel Samos gewarnt. Der Hilfsorganisation zufolge befinden sich in dem Camp 4.500 Menschen, die sich auf
LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER