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Rheumatologen fordern mehr Lehrstühle und intensivere Lehre

Montag, 14. September 2015

Bremen – Die Rheumatologie ist im Medizinstudium unterrepräsentiert. „Viele Medizinstudierende sehen während ihrer Zeit an der Universität keinen einzigen Patienten mit entzündlichem Rheuma. Dabei sind 1,5 Millionen Erwachsene und etwa 20.000 Kinder von entzündlich rheumatischen Erkrankungen betroffen“, kritisiert die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh). In Deutschland gebe es nur sechs rheumatologische Lehrstühle und im Durchschnitt nur 12,5 Vorlesungsstunden in internistischer Rheumatologie.

Die Folge sei, dass es in Deutschland zu wenige internistische Rheumatologen gebe und viele Patienten zu spät zu einem Facharzt kämen. „Dabei können wir den Krankheitsverlauf mit einer frühen Therapie in den ersten drei Monaten entscheidend verbessern – sogar ein Symptomstillstand ist möglich“, sagte Gabriele Riemekasten, Sprecherin der Kommission für studentische Ausbildung der DGRh. Sie kritisierte, während sich die Therapie rheumatisch entzündlicher Erkrankungen in den letzten 20 Jahren deutlich verbessert habe, sei die universitäre Ausbildung stehengeblieben.

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„Das Interesse für die Rheumatologie ist in jedem Fall vorhanden, das zeigen uns die Studenten deutlich“, so Riemekasten. Aber wegen der wenigen Lehrstühle gebe es auch zu wenige Weiterbildungsstellen. „Um für Medizinstudenten wie auch für Patienten bessere Voraussetzungen zu schaffen will die DGRh erreichen, dass die Zahl der Professuren auf dem Gebiet der internistischen Rheumatologie steigt“, betonte Riemekasten.

© hil/aerzteblatt.de

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