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Ärzteschaft

Praxisnetze in Westfalen-Lippe hoch im Kurs

Montag, 14. September 2015

Dortmund – Fast 40 Prozent der niedergelassenen Ärzte in Westfalen-Lippe haben sich in Praxisnetzen zusammengeschlossen. „Die Zusammenarbeit fördert die Attraktivität des Arztberufs und der an dem Netz beteiligten Arztpraxen“, erläuterte Thomas Müller, Geschäftsführer der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Westfalen-Lippe (KVWL), Mitte September auf der Veranstaltung „Praxisnetze in Westfalen-Lippe – Perspektiven, Strukturen, Verträge.“

Es stimme aber nicht nur die Quantität bei den Praxisnetzen – „auch die Versorgungs­qualität innerhalb der Netze ist nachgewiesenermaßen hoch“, so Müller. So konnte die Geschäftsstelle „Neue Versorgungsformen und Praxisnetze“ der KV bereits 13 Praxis­netze als förderungswürdig auszeichnen.

Damit die KV einen Zusammenschluss von Ärzten als Praxisnetz anerkennt, müssen diese definierte Strukturvorgaben erfüllen: Unter anderem muss das Netz aus mindestens 20 Arztpraxen bestehen, sich aus Hausärzten und mindestens drei weiteren Fachgruppen zusammensetzen, einen Geschäftsführer sowie eine Geschäftsstelle haben, seit mindestens drei Jahren bestehen und mit externen Partnern wie Kranken­häusern oder Apotheken kooperieren. Die Netze müssen außerdem drei Versorgungs­zielen verpflichtet sein: Patientenzentrierung, kooperative Berufsausübung und verbesserte Effizienz/Prozessoptimierung.

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Die belegbare Versorgungsqualität hat die Krankenkassen dazu veranlasst, für das Jahr 2015 insgesamt fünf Millionen Euro außerhalb der Gesamtvergütung für die zertifizierten Praxisnetze in Westfalen-Lippe bereitzustellen. „Damit können wir die anerkannten Praxisnetze nicht nur organisatorisch, sondern auch finanziell unterstützen“, so Müller.

Die enge Zusammenarbeit der Ärzte in den Netzen sei auch „ein starkes Signal an den ärztlichen Nachwuchs“: „Hier bei uns sind die Voraussetzungen dafür, einerseits selbstständig in eigener Praxis praktizieren und andererseits in regionalen Verbünden den kollegialen Austausch pflegen zu können, besser als in vielen anderen Regionen“, betonte Müller.

© hil/aerzteblatt.de

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