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Diabetologen fordern Lebensstilberatung bei der Schwanger­schaftsvorsorge

Montag, 14. September 2015

Berlin – Schwangere im Rahmen der Vorsorge auch zu den Themen Bewegung und Ernährung zu beraten, fordert die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG). Hintergrund ist, dass immer mehr Schwangere übergewichtig oder fettleibig sind. Einige von ihnen entwickeln aus diesem Grund während der Schwangerschaft vorübergehend einen Diabetes. „Dieser Gestationsdiabetes erhöht die Schwangerschaftsrisiken und führt nicht selten zu einer komplizierten Geburt, weil die Kinder oft sehr groß sind“, erläutert der DDG Präsident Baptist Gallwitz, stellvertretender ärztlicher Direktor am Universitäts­klinikum Tübingen.

Zwar normalisiere sich der Blutzucker nach der Geburt zunächst häufig wieder. Allerdings erkranke rund die Hälfte der Frauen nach einem Gestationsdiabetes innerhalb der folgenden zehn Jahre dauerhaft an einem Typ-2-Diabetes. Auch die Kinder blieben nach der Geburt häufig übergewichtig.

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Die Schwangerschaftsvorsorge sei eine gute Möglichkeit, die Frauen zu beraten. In einer finnischen Studie mit knapp 300 Teilnehmerinnen konnte eine persönliche Lebensstilberatung die Erkrankungen an Gestationsdiabetes um 39 Prozent senken. „Der Aufwand für die Lebensstilberatung war insgesamt gering, die Motivation der Schwangeren erfreulich hoch“, sagt Ute Schäfer-Graf, die am St. Joseph Krankenhaus das Berliner Diabeteszentrum für Schwangere leitet.

Ein solches Programm könne in Deutschland problemlos in die Schwangerenvorsorge durch Frauenärzte und Hebammen integriert werden, betont die Sprecherin der Arbeitsgemeinschaft Diabetes und Schwangerschaft der DDG.

© hil/aerzteblatt.de

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