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Ärzteschaft

Bessere Versorgung von Patienten mit chronisch-entzünd­lichen Darm­erkrankungen

Dienstag, 15. September 2015

Dortmund – Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) und die BARMER GEK haben in Abstimmung mit dem Berufsverband Niedergelassener Gastroentero­logen Deutschlands (bng) einen neuen Strukturvertrag geschlossen. Dieser zielt darauf ab, die Versorgung von Patienten mit einer chronisch-entzündlichen Darm­er­krank­ung (CED) zu verbessern.

Spezialisierte Gastroenterologen, die ein gültiges Zertifikat „CED-Schwerpunktpraxis im bng“ oder die Betreuung von mehr als 50 CED-Patienten pro Jahr nachweisen können und sich regelmäßig fortbilden, erhalten über den Vertrag eine Strukturzulage. „Damit kommt der neue Vertrag sowohl den Patienten als auch den Ärzten zugute“, betonte KVWL-Vizevorsitzender Gerhard Nordmann.

Während die Patienten von einer intensiveren Behandlung durch ausgewiesene Spezialisten profitierten, werde der Mehraufwand für die Betreuung der CED-Patienten den Ärzten honoriert. Darüber hinaus böte die Vereinbarung auch mehr Verordnungs­sicherheit. „Durch automatisierten Beitritt zu den entsprechenden Rabattverträgen bleiben die Verordnungen der Biologika in der Wirtschaftlich­keitsprüfung komplett unberücksichtigt", verdeutlichte Nordmann.

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In Deutschland sind etwa 400.000 Patienten an Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn (MC) erkrankt. Die beiden Autoimmunerkrankungen werden als chronisch entzündliche Darm­er­krank­ungen zusammengefasst. Ungefähr 50 bis 70 Prozent der Patienten haben eher schwere, komplexe Verläufe, die die intensiven Therapiemaßnahmen benötigen.

© hil/aerzteblatt.de

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