NewsMedizinNeue Leitlinie zu Speiseröhrenkrebs
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Medizin

Neue Leitlinie zu Speiseröhrenkrebs

Dienstag, 15. September 2015

Berlin – Das Leitlinienprogramm Onkologie hat erstmals eine S3-Leitlinie zur Diagnostik und Therapie der Speiseröhre vorgelegt. Sie entstand unter der Federführung der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechsel­krankheiten (DGVS) und soll die Versorgung beim Speiseröhrenkrebs verbessern. Eine medizinische Leitlinie mit Empfehlungen zur Prävention, Diagnostik, Therapie, Palliation und Nachsorge beim Speiseröhrenkrebs war bislang in Deutschland nicht vorhanden.

Die Leitlinie berücksichtigt neue diagnostische Verfahren (zum Beispiel PET-CT), die erst vor kurzem in die Stufendiagnostik des Ösophaguskarzinoms eingeführt wurden und enthält Qualitätsindikatoren, die für die Zertifizierung von Krebszentren, für die Dokumentation im Rahmen von klinischen Krebsregistern sowie als Grundlage bei der Analyse von Therapieeffekten genutzt werden können.

Anzeige

Beim Speiseröhrenkrebs (Ösophaguskarzinom) werden zwei verschiedene Tumorarten unterschieden: das Adenokarzinom und das Plattenepithelkarzinom. 2010 erkrankten in Deutschland rund 4.900 Männer und etwa 1.400 Frauen neu an dieser Krebsart. Die Erkrankung geht in der Regel mit einer schlechten Prognose einher. Ihre Behandlung ist medizinisch anspruchsvoll und stellt erhebliche technische Anforderungen an das operative und therapeutische Vorgehen.

© hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

1. Oktober 2020
Cambridge/England – Eine oberflächliche Gensequenzierung in einer Biopsie könnte nach einer Studie in Nature Genetics (2020; DOI: 10.1038/s41591-020-1033-y) in Zukunft erkennen, ob sich aus einem
Barrett-Ösophagus: Genomanalyse kann Krebsentwicklung vorhersehen
29. September 2020
Lugano/Köln – Patienten mit nicht operablen, lokal fortgeschrittenen oder metastasierten Ösophaguskarzinomen sollten künftig in der Erstlinienbehandlung zusätzlich zur Chemotherapie Pembrolizumab
Ösophaguskarzinome: Pembrolizumab plus Chemotherapie neuer Standard für die Erstlinie
2. März 2020
Nijmegen/Niederlande – Eine elektronische Nase, die flüchtige organische Verbindungen in der Atemluft bestimmt, hat in einer Proof of Principle-Studie in Gut (2020; DOI: 10.1136/gutjnl-2019-320273)
Elektronische Nase erkennt Barrett-Ösophagus
30. Juli 2018
Dublin – Eine hochdosierte Behandlung mit dem Protonenpumpeninhibitor (PPI) Esomeprazol hat in einer randomisierten Studie die Prognose von Patienten mit einem Barrett-Ösophagus verbessert. Der Effekt
Barrett-Ösophagus: PPI und ASS erzielen chemopräventive Wirkung in Studie
19. Januar 2018
Cleveland/Ohio – Eine Kapsel von der Größe einer Vitaminpille, die nach dem Schlucken Gewebeproben von der Ösophagusschleimhaut einsammelt und dann wieder geborgen wird, könnte eine Früherkennung des
Test erkennt Barrett-Ösophagus ohne Endoskopie
5. Januar 2017
Boston – Die genetischen Unterschiede zwischen dem Adenokarzinom und dem Plattenepithelkarzinom des Ösophagus sind größer als bisher vermutet. Dies zeigt eine Genomanalyse in Nature (2016; doi:
Speiseröhrenkrebs: Genomanalyse findet neue Therapieansätze für Adeno- und Plattenepithelkarzinome
6. September 2016
Cambridge - Die komplette Sequenzierung des Genoms von 129 Adenkarzinomen des Ösophagus offenbart eine chaotische genetische Landschaft des schwer therapierbaren Tumors. Di Genomforscher beschreiben
LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER