Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Krankenkasse übernimmt Smartphone-Therapie bei Tinnitus

Mittwoch, 16. September 2015

dpa

Hamburg – Die Techniker Krankenkasse (TK) übernimmt die Behandlung von Tinnitus-Patienten mittels einer Smartphone-Applikation, der „Tinnitracks-App“. An einem entsprechenden Versorgungsvertrag zur fachärztlichen Begleitung der Patienten beteiligt sich auch der Deutsche Berufsverband Hals-Nasen-Ohrenärzte.

Hinter der „Tinnitracks-App“ steht die Idee, dass das Hören von speziell frequenz­gefilterter Musik die überaktiven Nervenzellen im Gehirn, die für den Dauerton verantwortlich sind, beruhigt und so das störende Ohrengeräusch nachhaltig reduziert.

Dazu wird vor dem Start der Therapie die jeweilige Tinnitus-Frequenz bestimmt. Diese Information laden die Patienten zusammen mit ihrer Lieblingsmusik auf den Tinnitracks-Server, wo ein elektronischer Filter die Therapieeignung der Musikstücke prüft und aus den geeigneten genau den Frequenzbereich des individuellen Tinnitustons entfernt.

Das Hören der frequenzgefilterten Musik soll auf diese Weise nur die Nervenzellen stimulieren, die außerhalb der Tinnitus-Frequenz des Betroffenen liegen und die gereizten Zellen hemmen. Die Verwendung der eigenen Lieblingsmusik soll außerdem positive Emotionen auslösen und Lernvorgänge im Gehirn begünstigen, die sich positiv auf den Tinnitus auswirken

„Wir HNO-Ärzte wollen bei diesem neuen Verfahren sicherstellen, dass alle möglichen Ursachen für Tinnitus vor Behandlungsbeginn von uns geklärt werden und freuen uns, dass dann mit Tinnitracks ein hoffnungsvolles neues Therapieverfahren nun zu einer breiteren Anwendung kommt“, sagte Dirk Heinrich, Präsident des Bundesverbandes der HNO-Ärzte.

Ab Oktober nehmen zunächst rund 30 HNO-Ärzte in Hamburg an dem Projekt teil. Patienten können unabhängig von ihrem Wohnort teilnehmen, wenn sie bei einem dieser Ärzte in Behandlung sind. © hil/aerzteblatt.de

Anzeige
Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Widerstand
am Donnerstag, 17. September 2015, 13:31

35 Jahre Eintönigkeit?

Nein, denn mein Tinnitus besteht aus einem Mischton von Rauschen, Pfeifen, Fingernagel auf Tafel Ton und variert dermaßen in Lautstärke und Mischung, dass ich teilweise weder eine Unterhaltung verfolgen noch den Straßenverkehr wahrnehme. Die HNO zucken die Schultern, der vorletzte wollte mir eine Therapie verkaufen, die 10 Minuten zuvor als nutzlos bezeichnet hatte und der Letzte hatte plötzlich keine Kapazität mehr, als er hörte, dass ich Hartz4 bekomme. Bei "soviel Rückgratlosigkeit der Mediziner" lebe ich doch lieber mit dem Tinnitus, der fragt micht nach Geld.
jfk15
am Mittwoch, 16. September 2015, 21:39

keine Hilfe

Leider gehöre ich keiner Elite an leide aber trotzdem seit 1986 an Tinnitus
meine Beschwerden werden von den Ärzten ignoriert es wurden bis jetzt auch keinerlei Medikamente verschrieben die Hoffnung auf Linderung gebracht hätten
meistens vernehmen ich einen konstanten Ton der aber bei Lärmbelastung auch variiert bei der Frequenzbestimmung nimmt man den Grundton so wie so nicht war
also war solls gibt es ein online Programm zur Bestimmung der Frequenz und die
gefilderte Musik zum download ?? Bin für alles offen nur nicht Heino !!

Nachrichten zum Thema

04.01.18
Tinnitus: Nicht invasive Behandlung verbessert Symptome
Michigan – Mit einer bimodalen auditorisch-somatosensorischen Stimulation ist es gelungen, einen Tinnitus abzuschwächen. Das zeigen Forscher der University of Michigan bei Meerschweinchen und 20......
29.12.17
Silvesterkrach kann auf die Ohren gehen
Pittsburgh/Berlin – Silvesterknaller können das Hörvermögen schädigen. Tausende Menschen erleiden allein in Deutschland jährlich ein Knalltrauma, weil ein Böller oder eine Rakete in ihrer......
24.11.17
Zentralinstitut stellt Smartphone-App mit ICD-Kommentaren vor
Berlin – Das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) hat eine neue Smartphone-Applikation (App) zum Umgang mit dem Diagnoseschlüsseln der ICD-10 vorgestellt. Über die „Zi-Kodierhilfe“......
18.10.17
Internetbasierte Akzeptanz- und Commitment-Therapie reduziert Schmerzen
Freiburg – Chronische Schmerzen akzeptieren – das lernen Patienten bei einer onlinebasierten Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT). Der Ansatz kann Schmerzen reduzieren und führt gleichzeitig zu......
25.09.17
Bundeswirtschafts­ministerium fördert bundesweite Notruf-App
Berlin – Das Bundeswirtschaftsministerium fördert die Entwicklung einer bundesweiten Notruf-App. In Zeiten von Smartphones und Apps sei der Notruf per Telefon nicht mehr zeitgemäß, daher sollten......
06.09.17
Computerspiel-App soll Thrombose-Vorsorge verbessern
Kaiserslautern – Bewegungsübungen zur Thromboseprophylaxe sind bei Patienten nicht gerade beliebt. Wenn diese aber mit Computerspielen verbunden werden, steigt die Motivation, glauben Forscher der......
29.08.17
Virtual Reality: 3-D-Spiel sammelt Daten für die Demenzforschung
Berlin – Das kostenlose Spiel „Sea Hero Quest VR“ der Deutschen Telekom dient dazu, die Demenz-Grundlagenforschung voranzubringen. Nach der mobilen Version kommt heute die neue......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
J
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige