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Nephrologen raten zum vorsichtigen Einsatz nichtsteroidaler Antirheumatika

Mittwoch, 16. September 2015

Berlin – Der unbedachte, dauerhafte Einsatz von freiverkäuflichen nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) kann die Nieren schädigen. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie hin. In den Verruf geraten sind NSAR in den 1970er-Jahren, als das NSAR Phenacetin vom Markt genommen werden musste, da es nach Langzeitgebrauch zum Krankheitsbild der Analgetika-Niere führte.

Das akut und chronisch nephrotoxische Potenzial der verbliebenen NSAR sei aber weiter in der Diskussion „und es zeigt sich zunehmend, dass NSAR keinesfalls als unproblematisch für die Nieren gelten können“, hieß es aus der Fachgesellschaft. Nierenschädigungen träten dabei häufig im Rahmen von Komorbiditäten auf.

Risikofaktoren für einen renalen Analgetika-Schaden seien unter anderem vorbe­stehende Nierenerkrankungen oder eine Nierenfunktionseinschränkung, wie sie auch physiologischerweise bei älteren Menschen auftrete. Auch Menschen mit Erkrankungen, die ihrerseits mit einem erhöhten Nierenrisiko einhergingen wie Diabetes mellitus, Hypertonie und anderen gehörten ebenfalls zum gefährdeten Personenkreis.

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Zudem machten Dehydratationszustände die Nieren anfälliger. Darüber hinaus bergen Analgetika-Kombinationspräparate laut der Fachgesellschaft ein höheres renales Risiko als Monopräparate. Die DGfN empfiehlt, bei allen Patienten die Indikation und Alternativen für die NSAR zu prüfen und auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten.

© hil/aerzteblatt.de

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