NewsÄrzteschaftKV-Stiftungs­lehrstuhl Allgemeinmedizin wird zukünftig regulär finanziert
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

KV-Stiftungs­lehrstuhl Allgemeinmedizin wird zukünftig regulär finanziert

Mittwoch, 16. September 2015

Rostock – Die Finanzierung des Stiftungslehrstuhls für Allgemeinmedizin in Rostock wird in den Haushalt der Universitätsmedizin integriert, so dass dieser langfristig gesichert ist. Darauf sei man stolz, erklärte Emil Reisinger, Wissenschaftlicher Vorstand und Dekan der Universitätsmedizin Rostock, am Dienstag in der Hansestadt. Man habe sich vor sechs Jahren sehr über die Entscheidung der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Mecklenburg-Vorpommern gefreut, Geld für den Lehrstuhl zur Verfügung zu stellen, betonte Reisinger. Das Institut für Allgemeinmedizin unter Leitung des Lehrstuhlinhabers Attila Altiner habe sich „prächtig entwickelt“.

„Unsere Ver­tre­ter­ver­samm­lung hatte sich dazu entschieden, die Mittel für einen Lehrstuhl für Allgemeinmedizin an der Universität Rostock bereitzustellen, weil wir dies für unerlässlich hielten, um mehr Studenten für das Fach der Allgemeinmedizin und die spätere Tätigkeit als Hausarzt zu begeistern, erinnerte Axel Rambow, Vorstands­­vorsitzender der KV. „Vor dem Hintergrund immer weiter zurückgehender Hausarztzahlen wollten wir einen wesentlichen Grundstein für die mittel- und

langfristige Sicherung der flächendeckenden hausärztlichen Versorgung legen.“ Die Arbeit Altiners sei tatsächlich erfolgreiche „Werbung für Allgemeinmedizin“.

Anzeige

Rambow betonte, die Universitätsklinik Rostock stelle zehn Stellen für die Weiterbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin zur Verfügung und leiste damit einen wesentlichen Beitrag, damit auch zukünftig genug gut ausgebildete Hausärzte zur Verfügung stünden. Dieter Kreye, hausärztliches Vorstandsmitglied der KV Mecklenburg-Vorpommern und Vorsitzender des dortigen Hausärzteverbandes, wies aber auch auf die Lücken hin: „Uns fehlen noch immer über 100 Hausärzte.“ Doch die Zahl der Ärzte, die sich für die Weiterbildung zum Allgemeinmediziner und damit für die hausärztliche Versorgung entscheide, steige kontinuierlich: „Inzwischen befinden sich mehr als 100 Nach­wuchsärzte in der entsprechenden ambulanten Weiterbildung.“

Neben der Einrichtung von Lehrstühlen in Rostock und Greifswald griffen flankierende Maßnahmen, erläuterte Kreye: „Seit 2008 haben wir über 70 Hausärzte in ländlichen Bereichen mit der Hilfe von Investitionskostenzuschüssen etablieren können.“ Dennoch: Man müsse „auch mit Rücksicht auf die demografische Entwicklung in den nächsten Jahren weiter hart daran arbeiten, dass unsere Patienten ausreichend und wohnortnah hausärztlich versorgt sind,  und dürfen mit unseren Bemühungen nicht nachlassen.“

© EB/Rie/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

18. Juli 2018
Hannover – Die SPD will in Niedersachsen eine Landarztquote für das Medizinstudium einführen. Die CDU ist dagegen. Der Landesverband Niedersachsen des Marburger Bundes (MB) hat sich nun mit einem
Weiter Diskussionen um Landarztquote in Niedersachsen
17. Juli 2018
Hamburg – Die Beratungsqualität in Hamburgs Hausarztpraxen ist mittelmäßig. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung der Verbraucherzentrale Hamburg. Sie hatte eine Versuchspatientin, die unter
Beratungsqualität von Hausärzten getestet
13. Juli 2018
München – Um Ärzte im Freistaat für die Arbeit auf dem Land zu begeistern, hat das Ge­sund­heits­mi­nis­terium ein spezielles Förderprogramm gestartet - mit dem bisherigen Verlauf zeigt sich Ministerin
Rund 450 Ärzte bei Niederlassung in Bayern unterstützt
12. Juli 2018
Hannover – Die Frage einer Landarztquote droht zu einer Belastungsprobe für Niedersachsens rot-schwarze Koalitionsregierung zu werden. Wissenschaftsminister Björn Thümler (CDU) sperrt sich bisher
Streit um Landarztquote in Niedersachsen
12. Juli 2018
Schwerin – Medizinstudierende in Mecklenburg-Vorpommern können sich noch bis zum 15. August um ein monatliches Stipendium von 300 Euro bewerben. Darauf hat das Landesgesundheitsministerium
Zweite Bewerberrunde für Medizinstipendien in Mecklenburg-Vorpommern endet Mitte August
10. Juli 2018
Düsseldorf – Die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen (NRW) hat den Entwurf für ihr Landarztgesetz vorgestellt. Danach soll die Landarztquote nicht nur für Allgemeinmediziner gelten, sondern auch
Landarztquote in Nordrhein-Westfalen soll auch für Pädiater und Internisten gelten
10. Juli 2018
Berlin – Jede dritte Familie hat nach einer Umfrage des Deutschen Kinderhilfswerks keinen Kinderarzt in Wohnortnähe. Es sei jedoch unzumutbar, dass Eltern keinen Kinderarzt fänden oder lange Wege in

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Anzeige

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER