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Politik

Warum Patienten sich an den Patienten­beauftragten wenden

Donnerstag, 17. September 2015

Düsseldorf – Subjektiv empfundene mangelnde Wertschätzung zählt zu den häufigsten Gründen, aus denen sich Patienten in Nordrhein-Westfalen (NRW) an den unabhän­­gigen Patientenbeauftragten der Landesregierung, Dirk Meyer, wenden. „Noch immer ist fehlende Wertschätzung, meist durch Zeitmangel, ein großes Problem in unserem Gesundheitssystem. Der Bund und die gemeinsame Selbstverwaltung aus Ärzten und Krankenkassen müssen endlich dafür sorgen, dass in der ambulanten Versorgung ‚sprechende Medizin‘ und Zeit für menschliche Zuwendung angemessen finanziert werden“, sagte die Ge­sund­heits­mi­nis­terin des Landes, Barbara Steffens (Bündnis90/Grüne).

Nach einer Auswertung des NRW-Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter haben sich 2014 1.123 Personen an den Patientenbeauftragten gewandt. Zu 80 Prozent trugen sie konkrete Beschwerden vor. Die häufigsten bezogen sich auf die ambulante Versorgung (33,5 Prozent), die gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rungen (26,7 Prozent), die stationäre Versorgung (26,5 Prozent) und vermutete Behandlungsfehler (15,9 Prozent).

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„Immer mehr Patienten und Angehörige mit komplexen Beschwerden suchen Rat und Unterstützung, insbesondere bei vermuteten Behandlungsfehlern“, erläuterte Meyer. Die Hauptgründe seien neben mangelnder wertschätzender Behandlung fehlende barrierefreie Zugänge und unzureichende Information oder Beratung durch die Krankenkassen.

© hil/aerzteblatt.de

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gennadij
am Freitag, 18. September 2015, 10:55

Herr

Ob nur Ich so neugierig bin: Kommen die Menschen zu dem Beauftragten um die Ärzte und Co zu bestrafen?
MfG
Gennadij
LNS

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