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Ärzteschaft

Medizinstudierende fordern mehr Anstrengung bei der Prävention

Dienstag, 22. September 2015

Berlin – Stärkere Anstrengungen bei der Prävention nicht übertragbarer Krankheiten fordert die Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland (bvmd). Zwar sei das Mitte Juni vom Deutschen Bundestag verabschiedete Präventionsgesetz grundsätzlich begrüßenswert, „es bleibt jedoch deutlich hinter dem Möglichen und Notwendigen zurück“, kritisiert die bvmd. Denn der im Gesetz verfolgte Ansatz, einzelne, kleinteilige Präventionsprojekte zu fördern, sei nicht dazu in der Lage, die Lebensbedingungen der Gesellschaft als Ganzes zu beeinflussen.

Die Medizinstudierenden fordern daher gesamtgesellschaftliche Maßnahmen in sechs Bereichen: Dazu gehört eine Steuer- und Subventionspolitik, die Verbrauchern und Herstellern einen Anreiz für das Anbieten und den Konsum gesunder Lebensmittel und Rohstoffe bietet. Maßnahmen der Verkehrs- und Stadtplanungspolitik müssten körperliche Bewegung in Alltag und Freizeit fördern, indem sie die Fortbewegung zu Fuß und mit dem Fahrrad attraktiv machten und den öffentlichen Raum derart gestalteten, dass er zu Sport und Bewegung einlade.

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Die bvmd fordert außerdem eine striktere Regulierung von an Kinder gerichtete Werbung für ungesunde Produkte sowie ein vollständiges Werbeverbot für Tabakprodukte und alkoholische Getränke. Lebensmittel müssten zudem so gekennzeichnet werden, dass Verbraucher die Gesundheitswirkungen von Lebensmitteln effektiv einschätzen könnten. Besonders für Kinder und Jugendliche sei außerdem eine qualitativ hochwertige, gesunde und attraktive Verpflegung in Schule und am Ausbildungsplatz wichtig.

Die bvmd kritisiert, dass Präventionsmaßnahmen noch immer vor allem von Personen mit hohem sozioökonomischem Status wahrgenommen würden. Künftige Maßnahmen und Kampagnen müssten sich vor allem auf die bislang nicht erreichten Bevölkerungsgruppen ausrichten. Zu guter Letzt müsse Prävention im Medizinstudium einen größeren Stellenwert erhalten. © hil/aerzteblatt.de

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