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Sportler starten nach Knieverletzungen häufig zu früh mit dem Training

Dienstag, 22. September 2015

dpa

Berlin – Die meisten Hobby- und Spitzensportler steigen nach einem Kreuzbandriss zu früh wieder ins Training ein. „Das kann weitere Verletzungen etwa am Meniskus ebenso wie eine neuerliche Kreuzbandruptur zur Folge haben“, berichtet Thore Zantop, Unfallchirurg und ehemaliger Leistungssportler der Handballbundesliga.

Fast immer entscheide allein der Zeitfaktor über die Rückkehr auf den Sportplatz, kritisiert er. Das reine Einhalten von Wartezeiten und die Prüfung der passiven Stabilisatoren, bei der der Arzt das Knie bewege und nicht der Patient selbst, reiche aber nicht aus, so der Unfallchirurg. Wichtig sei vielmehr eine Bewegungsanalyse, bei der es auch darum gehe, Schwachstellen wie eine falsche Sprung- oder Lauftechnik zu ermitteln.

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Die Rückfallrate beim Riss des vorderen Kreuzbandes liegt für das operierte sowie das andere Knie zwischen 3 und 49 Prozent. „Für Leistungssportler bedeutet ein zu früher Trainings-Einsatz nach einer Verletzung nicht selten das Ende der Wettkampfkarriere“, mahnt Michael Nerlich, Direktor der Klinik für Unfallchirurgie am Universitätsklinikum Regensburg und Präsident des Deutschen Kongresses für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU).

Eine Ruptur des Kreuzbandes – vor allem des vorderen – gehört zu den häufigsten Sportverletzungen. Hochrisikosportarten sind Fuß-, Hand- und Basketball sowie alpiner Skilauf. © hil/aerzteblatt.de

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