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Medizin

Nierenkrebs: S3-Leitlinie erschienen

Freitag, 25. September 2015

Hamburg – Das Leitlinienprogramm Onkologie hat erstmals eine S3-Leitlinie zur Diagnostik und Therapie des Nierenzellkarzinoms vorgelegt. Die Leitlinie entstand unter der Federführung der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU) und der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO) und soll einheitliche medizinische Standards für die Diagnose, Therapie und Nachsorge des Nierenzellkarzinoms in Abhängigkeit von Histologie und Tumorstadium schaffen.

Den Fachgesellschaften zufolge hat sich die Behandlung des Nierenzellkarzinoms in den letzten Jahren substanziell verändert, sowohl im operativen Bereich als auch in der medikamentösen Tumortherapie. Vor allem die Verfügbarkeit zielgerichteter Medikamente habe zu einer Verbesserung des Überlebens beim metastasierten Nierenkarzinom geführt. „Bei der Wahl der geeigneten Therapie sind Tumorstadium, Tumorhistologie, und Risikoprofil des Patienten entscheidend. Das berücksichtigt die neue Leitlinie“, erklärt Koordinator der Leitlinie, Christian Doehn vom Urologikum in Lübeck. Bislang hätten für die Diagnose, die Behandlung und Nachsorge des Nierenzellkarzinoms lediglich einzelne Expertenempfehlungen existiert.

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Die neue Leitlinie enthält außerdem Qualitätsindikatoren, die mit einer standardisierten Methodik abgeleitet wurden und im Rahmen der Zertifizierung von Krebszentren zur Qualitätssicherung bei der Behandlung von Nierenzellkarzinomen genutzt werden können. Eine Patientenleitlinie, die die neue ärztliche Leitlinie in eine laienverständliche Sprache übersetzt, ist in Arbeit. 

© hil/aerzteblatt.de

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