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Politik

Krankenhausreform: Reumann begrüßt Vorschlag der SPD

Dienstag, 29. September 2015

Berlin – Der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Thomas Reumann, hat den Vorschlag der SPD begrüßt, den Versorgungszuschlag für Krankenhäuser in Höhe von 0,8 Prozent je DRG-Fall künftig für die Finanzierung von Pflegepersonal zu verwenden. Die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Hilde Mattheis, hatte anlässlich der Demonstrationen gegen die geplante Krankenhausreform in der vergangenen Woche erklärt, die SPD sei bereit, „den Versorgungszuschlag zweckgebunden für mehr Pflegepersonal zu erhalten“. 

Krankenhausproteste: Mit Trillerpfeifen gegen die Reform

7 000 Ärzte, Pflegekräfte und Klinikmitarbeiter demonstrierten vor dem Brandenburger Tor gegen das geplante Krankenhausstrukturgesetz. Während die Krankenkassen den Protest für sinnlos halten, zeigt sich die SPD offen für Nachverhandlungen. 

„Ursprünglich war die Streichung des Versorgungszuschlags vorgesehen“, erklärte Reumann gestern auf 11. Personalkongress der Krankenhäuser in Berlin. „Damit würden den Krankenhäusern mit einem Schlag 500 Millionen Euro pro Jahr entzogen.“ Zwar sei es nicht „die Lösung all unserer Probleme“, wenn der Versorgungszuschlag zur Finanzierung neuer Pflegekräfte verwendet würde. „Aber es wäre ein wichtiger Baustein, wenn es gelingen könnte, die 500 Millionen Euro dauerhaft zu sichern“, so Reumann. Das Hauptproblem der Krankenhäuser, die Refinanzierung der bereits angestellten Mitarbeiter, werde dadurch jedoch nicht gelöst.

<b>Krankenhausprotest:</b> Interview mit Frank Ulrich Montgomery, Thomas Reumann und Rudolf Henke Start

Video

Krankenhausprotest: Interview mit Frank Ulrich Montgomery, Thomas Reumann und Rudolf Henke

Reumann, zugleich Landrat im Landkreis Reutlingen, äußerte sich auch zu der aktuellen Flüchtlingskrise: „Es ist erstaunlich, welche Menschen da zu uns kommen. Viele von ihnen sind hoch qualifiziert. Sie sprechen zwei, drei Sprachen. Sicherlich besteht für sie ein Nachqualifizierungsbedarf.“ Aber dass sie in Deutschland seien, sei auch eine Chance für das Gesundheitssystem. © fos/aerzteblatt.de

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