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Politik

Konzept für die Qualitätssicherung des Entlassmanagements

Mittwoch, 30. September 2015

Göttingen/Berlin – Die Qualitätssicherung des sogenannten Entlassungsmanagements umreißt ein neues Konzept des Qualitätsinstituts AQUA. Generell geht es bei dem Konzept im Auftrag des Gemeinsamen Bundes­aus­schusses darum, dass Patienten im Anschluss an einen Kranken­haus­auf­enthalt reibungslos und weiterhin gut versorgt werden. „Das Ziel ist, eine kontinuierliche Versorgung des Patienten zu gewährleisten, egal von wem er behandelt wird“, sagte Joachim Szecsenyi, Geschäftsführer des AQUA-Instituts.

Patienten haben nach dem fünften Sozialgesetzbuch einen Anspruch darauf, dass ihre Entlassung und eine gegebenenfalls erforderliche Anschlussbehandlung vorbereitet werden. Aber bekanntlich gibt es beim Übergang von stationärer zur ambulanten Behandlung trotzdem Defizite bei der Versorgung.

Die AQUA-Wissenschaftler konzentrierten sich bei dem Konzept auf die patientenrelevanten Endpunkte „ungeplante Wiederaufnahmen“, „ambulante Notfallbehandlungen“, „Versorgungslücken nach der Beendigung des Kranken­haus­auf­enthalts“ sowie „Selbstbestimmtheit und Kompetenz des Patienten im Versorgungsprozess“.

Das Konzept geht besonders auf die Kommunikation mit den nachsorgenden Leistungserbringern ein, insbesondere mit Hausärzten und Pflegenden. Ein Schwerpunkt ist außerdem die Frage, ob mit den Patienten über die nächsten Schritte nach der Entlassung gesprochen wurde und wie die Kommunikation dazu erfolgte.

Das AQUA-Institut empfiehlt, für die Qualitätssicherung auf Routinedaten zurückzugreifen und mit Hilfe eines Prognosemodells diejenigen Patienten herauszufiltern, die vermutlich einen erhöhten Bedarf für ein Entlassungsmanagement haben werden. © hil/aerzteblatt.de

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