Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

Flüchtlings­versorgung: KVen übernehmen Rechnungs­management in Nordrhein-Westfalen

Donnerstag, 1. Oktober 2015

Düsseldorf – Die Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) Nordrhein und Westfalen-Lippe übernehmen ab heute das Management der Arztabrechnungen aus den rund 160 Einrichtungen des Landes zur Aufnahme von Flüchtlingen. Sie haben dafür einen Rahmenvertrag mit dem Land Nordrhein-Westfalen (NRW) geschlossen.

„Die jetzt gefundene Regelung ist sinnvoll und führt zu einer sachgerechten Aufgaben­verteilung bei der ärztlichen Versorgung der zu uns kommenden Flüchtlinge“, sagte die Regierungspräsidentin Diana Ewert. Bislang hat die Bezirksregierung Arnsberg alle Einzelabrechnungen aus den Landeseinrichtungen bearbeitet.

„Durch die Unterstützung der KVen wird die Organisation bei der flächendeckenden Erstversorgung erheblich vereinfacht und beschleunigt. Zudem erhalten die Mediziner Sicherheit in Abrechnungs- und Verordnungsfragen“, erläuterte Gerhard Nordmann, zweiter Vorsitzender der KV Westfalen-Lippe.

„Wir haben gegenüber der Landesregierung frühzeitig deutlich gemacht, dass wir in der Lage und willens sind, bei einer möglichst effizienten medizinischen Versorgung der Menschen, die so zahlreich nach Deutschland kommen, mitzuhelfen“, betonte Peter Potthoff, Vorsitzender der KV Nordrhein.

Der Vertrag bezieht sich auf die Erstuntersuchung, das Impfangebot sowie die ärztliche Versorgung der Flüchtlinge während der Unterbringung in den Einrichtungen des Landes. Alle ärztlichen Rechnungen, die Leistungen für Asylbewerber in Unterbringungseinrichtungen des Landes betreffen, gehen ab sofort an die KVen Nordrhein beziehungsweise Westfalen Lippe und nicht mehr an die Bezirksregierung Arnsberg.

Für die ambulante ärztliche Behandlung erkrankter Asylbewerber, die bereits auf die Kommunen verteilt sind und dort auf den Ausgang ihres Verfahrens warten, haben beide KVen bereits vor Jahren Verträge mit dem Städte- und Gemeindebund geschlossen, die die Behandlung, Abrechnung und Vergütung ärztlicher Leistungen regeln. © hil/aerzteblatt.de

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

07.09.17
Ärzte ohne Grenzen prangert Lage in libyschen Flüchtlingslagern an
Rom/Brüssel – Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen hat den EU-Staats- und Regierungschefs eine Mitschuld am Schicksal unzähliger Flüchtlinge in Gefangenenlagern in Libyen vorgeworfen. „Die Lager......
04.09.17
Hilfsorganisation Moas beendet Einsatz im Mittelmeer
Rom – Die Hilfsorganisation Moas beendet ihren Einsatz im Mittelmeer zur Rettung von Migranten. Die maltesische Organisation kündigte heute an, stattdessen der verfolgten muslimischen Minderheit......
01.09.17
Wie die Pflegeberatung Familien mit Migrations­hintergrund erreichen kann
Frankfurt am Main – Zugewanderte Menschen in Deutschland nutzen die Angebote der Pflegeberatung nur wenig. Diese bieten Familien, in denen ein Pflegebedarf auftritt, eine kostenlose, neutrale,......
30.08.17
Derzeit keine Todesopfer auf Mittelmeer-Route
Genf – Auf der Route von Migranten über das Mittelmeer sind fast drei Wochen ohne Meldung von Todesopfern vergangen. Das berichtete die Organisation für Migration (IOM) gestern in Genf. In diesem Jahr......
29.08.17
Suchdienst des Deutschen Roten Kreuzes sehr gefragt
Berlin – Nach dem Zweiten Weltkrieg war der Suchdienst des Deutsche Roten Kreuzes (DRK) ein Rettungsanker, um Familienangehörige wiederzufinden. Noch immer ist der Dienst gefragt. Heute hilft er......
25.08.17
Netzwerk für traumatisierte Flüchtlinge sieht weiter viel Bedarf
Hannover – Das Netzwerk für traumatisierte Flüchtlinge in Niedersachsen sieht weiter einen erheblichen Bedarf für die Versorgung Betroffener. Das hat Vorstandsmitglied Birgit Behrensen heute bei einer......
14.08.17
Hilfsorganisationen setzen Rettungen im Mittelmeer aus
Berlin – Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen wirft der libyschen Regierung eine Bedrohung ihrer Seenotretter im Mittelmeer vor. „Nicht wir handeln illegal, sondern die libysche Regierung, wenn......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige