NewsÄrzteschaftLücken in der Versorgung von Kopfschmerzpatienten
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

Lücken in der Versorgung von Kopfschmerzpatienten

Mittwoch, 7. Oktober 2015

München – Die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) hat auf Lücken bei der Versorgung von Patienten mit Migräne und Kopfschmerzen hingewiesen. Das Problem: Kopfschmerzpatienten gelten der Fachgesellschaft zufolge als zeitauf­wendig, da die korrekte Diagnose in aller Regel nur durch eine sorgfältige Erhebung der Beschwerden und die körperliche Untersuchung und nicht einfach nur durch einen Laborwert oder ein Röntgenbild gestellt werden kann.

„Das Gesundheitssystem honoriert aber gerade diese zeitintensiven Leistungen bislang unzureichend“, sagte DMKG-Präsident Andreas Straube. Die Ge­sund­heits­mi­nis­ter­konferenz der Länder habe diese Versorgungslücken erkannt und wolle deshalb die Schmerzversorgung in Deutschland verbessern. So sollen etwa schmerzkranke Menschen durch entsprechend weitergebildete und qualifizierte Ärzte in spezialisierten Einrichtungen betreut werden. Dabei wird laut DMKG vonseiten der Politik gefordert, hierfür auch entsprechende Qualitätskriterien zu entwickeln.

Anzeige

„Es ist zu erwarten, dass eine verbesserte Vergütung schmerztherapeutischer Maßnahmen an den Nachweis der entsprechenden Fachkompetenz gekoppelt sein wird“, mutmaßte Straube. Er verwies in diesem Zusammenhang auf eine Zertifizierung, die die DMKG zurzeit mit dem TÜV Rheinland für Kopfschmerz-Schwerpunktpraxen und Spezialeinrichtungen an Kliniken erarbeitet. Sie soll Patienten, zuweisenden Ärzten und Krankenkassen dabei unterstützen, die Qualität der Kopfschmerzversorgung zu beurteilen und sich im „Versorgungsdschungel“ besser zurechtzufinden.

© hil/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

9. Oktober 2019
Stuttgart – Neue Substanzen könnten für Migränepatienten, bei denen die Einnahme von Triptanen kontraindiziert ist, eine Therapieoption sein. Das haben Experten auf der Jahrestagung der Deutschen
Neue Substanzklassen für Akuttherapie der Migräne in klinischer Prüfung
7. Oktober 2019
Kiel – Die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) will bis zum Ende des Jahres ein bundesweites Kopfschmerzregister einführen. Dieses soll teilnehmende Ärzte und Patienten bei der
Fachgesellschaft plant deutschlandweites Kopfschmerzregister
4. September 2019
Berlin – Viele Kopfschmerzpatienten greifen zu schnell zu Schmerztabletten. Nichtmedikamentöse Maßnahmen, die die Anfallshäufigkeit nachgewiesenermaßen verringerten, würden hingegen oft nicht
Kopfschmerzpatienten greifen vielfach zu leichtfertig zur Schmerztablette
30. August 2019
Düsseldorf – Jeder vierte Schüler hat mindestens einmal pro Woche Kopfschmerzen. Das geht aus einer Umfrage der Barmer unter 9- bis 19-Jährigen hervor. Danach greifen 40 Prozent der betroffenen Kinder
Viele Schüler klagen über wöchentliche Kopfschmerzen
13. Juni 2019
Hamburg – Ein Drittel der Deutschen wird mindestens einmal im Monat von Kopfschmerzen geplagt. Zwölf Prozent leiden sogar mindestens einmal in der Woche daran, wie eine heute in Hamburg
Jeder Dritte klagt über regelmäßige Kopfschmerzen
7. Juni 2019
Datteln – Chronische Kopfschmerzen sind bei Schülern einer Befragung zufolge weit verbreitet und treffen Mädchen deutlich häufiger als Jungen. Die Ergebnisse einer Online-Umfrage unter mehr als 2.000
Kopfschmerzen treffen Mädchen im Schulalter häufiger als Jungen
1. November 2018
Berlin – Rund 64 Prozent der 2,8 Millionen Studierenden in Deutschland leiden unter Kopfschmerzen. Dies geht aus einer repräsentativen Befragung an drei Hochschulen hervor, die für das Pilotprojekt
LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER