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Ärzteschaft

Lücken in der Versorgung von Kopfschmerzpatienten

Mittwoch, 7. Oktober 2015

München – Die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) hat auf Lücken bei der Versorgung von Patienten mit Migräne und Kopfschmerzen hingewiesen. Das Problem: Kopfschmerzpatienten gelten der Fachgesellschaft zufolge als zeitauf­wendig, da die korrekte Diagnose in aller Regel nur durch eine sorgfältige Erhebung der Beschwerden und die körperliche Untersuchung und nicht einfach nur durch einen Laborwert oder ein Röntgenbild gestellt werden kann.

„Das Gesundheitssystem honoriert aber gerade diese zeitintensiven Leistungen bislang unzureichend“, sagte DMKG-Präsident Andreas Straube. Die Ge­sund­heits­mi­nis­ter­konferenz der Länder habe diese Versorgungslücken erkannt und wolle deshalb die Schmerzversorgung in Deutschland verbessern. So sollen etwa schmerzkranke Menschen durch entsprechend weitergebildete und qualifizierte Ärzte in spezialisierten Einrichtungen betreut werden. Dabei wird laut DMKG vonseiten der Politik gefordert, hierfür auch entsprechende Qualitätskriterien zu entwickeln.

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„Es ist zu erwarten, dass eine verbesserte Vergütung schmerztherapeutischer Maßnahmen an den Nachweis der entsprechenden Fachkompetenz gekoppelt sein wird“, mutmaßte Straube. Er verwies in diesem Zusammenhang auf eine Zertifizierung, die die DMKG zurzeit mit dem TÜV Rheinland für Kopfschmerz-Schwerpunktpraxen und Spezialeinrichtungen an Kliniken erarbeitet. Sie soll Patienten, zuweisenden Ärzten und Krankenkassen dabei unterstützen, die Qualität der Kopfschmerzversorgung zu beurteilen und sich im „Versorgungsdschungel“ besser zurechtzufinden.

© hil/aerzteblatt.de

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