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Ärzteschaft

Baden-Württemberg: Immer mehr Praxen vernetzt

Freitag, 9. Oktober 2015

Stuttgart – An dem im April gestarteten Vernetzungsprojekt in Heilbronn nehmen schon mehr als 100 Ärzte und 3.300 Versicherte teil. Darauf hat der Ärzteverbund MEDI Baden-Württemberg hingewiesen. Demnach ist in 90 von 107 teilnehmenden Praxen die Vernetzungssoftware bereits installiert. Diese ermöglicht eine sichere Datenübertragung aus einem Arzt-Computer auf den eines anderen Kollegen – unabhängig davon, mit welchen Praxis-IT-Systemen die Ärzte arbeiten.

„Vernetzte Praxen bieten Patienten und Ärzten große Vorteile, weil die Zusammenarbeit von Haus- und Fachärzten besser und schneller funktioniert“, erklärte Werner Baum­gärtner, Vorstandsvorsitzender von MEDI Baden-Württemberg. So haben etwa alle Praxen, die an der Vernetzung teilnehmen, Zugriff auf den Medikationsplan eines Patienten.

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Sobald ein Patient seine Einverständniserklärung unterzeichnet hat, können Verordnungsdaten schnell und sicher ausgetauscht werden. Der Vorteil: Der Medikationsplan ist immer auf dem neuesten Stand und zeigt Behandlern auch Unverträglichkeiten an. Die Patienten erhalten den Plan zum Mitnehmen ausgedruckt. „Damit erfüllen wir in Bezug auf das kommende E-Health-Gesetz jetzt schon wichtige Anforderungen“, betonte Baumgärtner.

MEDI Baden-Württemberg hat das Vernetzungsprojekt zusammen mit der AOK Baden-Württemberg und der Audi BKK gestartet.

© hil/aerzteblatt.de

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