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Ärzteschaft

KV Rheinland-Pfalz veröffentlicht neue Kodierhilfe

Montag, 12. Oktober 2015

Mainz – Die Kassenärztliche Vereinigung Rheinland-Pfalz (KV RLP) hat eine neue Kodierhilfe veröffentlicht. Die übersichtliche und kompakte Zusammenstellung von ICD-Kodes soll Ärzten in Rheinland-Pfalz das Dokumentieren von Diagnosen erleichtern.

Der KV zufolge bedeutet die Kodierung und somit die Dokumentation von Diagnosen für niedergelassene Ärzte einen hohen Zeitaufwand, denn die herkömmliche Systematik des ICD-10-GM listet die ICD-Kodes nach organbezogenen Krankheitsbildern auf. Deshalb befinden sich die mit einer bestimmten Diagnose verbundenen Begleitdiagnosen in unterschiedlichen ICD-Kapiteln. Damit sei das Risiko groß, relevante Begleitdiagnosen bei der Dokumentation zu vergessen.

Hier setzt die neue Kodierhilfe „ICD quer“ an: Für auserwählte, häufig bei Patienten gleichzeitig vorliegende Krankheitsbilder sind die ICD-Kodes der Haupt- und der möglichen Nebendiagnosen übersichtlich in einem Kapitel zusammengefasst. Das Suchen von Kodes in unterschiedlichen Kapiteln ist somit verzichtbar. Dadurch lässt sich nicht nur der Zeitaufwand für die Kodierung verringern, sondern auch die Kodierqualität verbessern.

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„Wir sind sicher, dass ICD quer die Kodierqualität in Rheinland-Pfalz weiter optimieren wird, so dass die Zuweisung von Finanzmitteln aus dem Gesundheitsfonds zukünftig noch genauer auf Basis der tatsächlichen Krankheitslast der rheinland-pfälzischen Bevölkerung erfolgen kann", verwies KV RLP-Vorstandsvorsitzende Sigrid Ultes-Kaiser.

„ICD quer" steht derzeit nur Mitgliedern der KV RLP exklusiv zur Verfügung. Eine bundesweite Veröffentlichung ist aber ab 2016 geplant.

© hil/aerzteblatt.de

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