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Telemedizin hilft älteren Herz­insuffizienz-Patienten

Montag, 12. Oktober 2015

Berlin – Telemedizinische Überwachung über größere Distanzen kann die Beschwerden älterer Herzinsuffizienz-Patienten verringern. Das ist das Ergebnis eines vom rheinland-pfälzischen Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie geförderten Projektes, das im Rahmen der Herbsttagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie – Herz und Kreislaufforschung (DGK) vorgestellt wurde. Demnach können die Betroffenen wieder aktiver ihren Alltag gestalten, Lebensqualität und Allgemeinbefinden verbessern sich ebenso wie das Sicherheitsgefühl. Gleichzeitig sank der Depression-Score, der anfänglich deutlich erhöht war, unter den durchschnittlichen Wert von allgemein-internistischen Patienten ohne diagnostizierte Depression.

„Das Projekt zeigt, dass es möglich ist, telemedizinische Versorgungsstrukturen auch in ländlichen Gegenden Deutschlands ohne universitäres Zentrum aufzubauen“, erklärte Frauke Wenzelburger vom Westpfalz-Klinikum auf der DGK-Herbsttagung. An dem Projekt „Etablierung eines Versorgungskonzeptes für Herzinsuffizienz- und Herz­rhyth­musstörungspatienten in Rheinland-Pfalz“ nahmen 66 ältere und medikamentös optimal behandelte Patienten mit chronisch fortgeschrittener Herzinsuffizienz teil, die in länd­lichen Regionen der Westpfalz lebten.

Die Teilnehmer an dem Projekt wurden durch das Telemedizinzentrum am Westpfalz-Klinikum Kaiserslautern mit Bluetooth-fähigen Blutdruckmessgeräten und einer funkfähigen Körperwaage ausgestattet. Die Bedienung dieser Geräte wurde ebenso ausführlich erklärt wie das Mobiltelefon, das die Daten in eine spezielle Software übertrug.

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Die Daten sendeten die Patienten täglich, somit war eine 24-stündige Überwachung an jedem Tag gewährleistet. Für jeden Patienten wurden individuelle Grenzwerte für Blut­druck, Herzfrequenz und Gewicht einprogrammiert, deren Über- oder Unterschreitungen einen Alarm in der Software beziehungsweise am Bildschirm auslösten, der einen raschen Anruf beim Patienten zur Folge hatte. Je nach seiner Situation wurden notwendige Maßnahmen eingeleitet. Unterstützt wurde die technische Überwachung durch regelmäßige Routine-Telefon-Anrufe des Telemedizinzentrums bei den Patienten.

© hil/aerzteblatt.de

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