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Politik

Deutschen Medizintechnikfirmen fehlt internationales Kapital

Montag, 12. Oktober 2015

Stuttgart – Die deutsche Medizintechnikbranche hat Experten zufolge bei internationalen Geldgebern eher das Nachsehen. Es gebe wenig Wagniskapital in Deutschland und fast gar keine Börsengänge, sagte Siegfried Biajolan, Leiter Life Sciences der Unternehmensberatung Ernst & Young, am Montag bei der Vorstellung des Medizintechnikreports der Gesellschaft. Gleichzeitig konnte die Branche dem Report zufolge weltweit dank des Börsenbooms in den USA und Europa im vergangenen Jahr soviel Geld durch Kreditaufnahmen und Börsengänge aufnehmen wie noch nie.

Die Unterschiede im weltweiten Vergleich lägen aber zum Teil an den mittelständischen Strukturen der Branche in Deutschland, sagte Biajolan. Das Umsatzplus der 13 untersuchten reinen Medizintechnikfirmen in Deutschland liege mit fünf Prozent über dem weltweiten Mittel. Aus eigener Kraft konnte die Branche weltweit ihre Umsätze um zwei Prozent auf 341,8 Milliarden US-Dollar (300 Mrd Euro) steigern. © dpa/aerzteblatt.de

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Staphylococcus rex
am Dienstag, 13. Oktober 2015, 23:28

Man kann es auch anders sehen,

Unternehmensberater, Manager und Finanzinvestoren haben nicht immer das Wohl der Firmen im Sinn. Ob es sich um einen Gärtner oder eine Heuschrecke handelt, weiß man erst hinterher, wenn es zu spät ist.

Wagniskapital und Börsengänge bringen nur Vorteile, wenn in einem dynamischen Markt ein schnelles Wachstum angestrebt wird. Der Preis dafür ist, daß man den o.g. Personengruppen schutzlos ausgeliefert ist. Für eine inhabergeführte mittelständische Firma ist in einem stabilen Markt diese Art von "Heuschreckenimmunität" sicher nicht die schlechteste Wahl.
LNS

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