Politik

Gröhe: Flächendeckendes Angebot an Palliativ- und Hospizleistungen schaffen

Dienstag, 13. Oktober 2015

Berlin – Die Möglichkeiten der Palliativmedizin und Hospizarbeit sind nach Ansicht von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) oft zu wenig bekannt. Durch diese Bereiche der Medizin sei es heute möglich, Menschen die Angst vor Schmerzen und Einsamkeit im Sterben zu nehmen, betonte der Minister am Mittwoch im Rahmen des Symposiums „Palliative Praxis – Gesellschaftliche Sorge für alte Menschen“ in Berlin.

Nach Gröhes Überzeugung würde bei besserer Aufklärung der Ruf nach aktiver Sterbe­hilfe verhallen. Dazu gehöre auch das Wissen um die Selbstbestimmung über die Therapie einschließlich eines möglichen Therapieabbruchs. Gröhe lobte besonders das Engagement der rund 100.000 ehrenamtlichen Sterbebegleiter in Deutschland. Als weiteren Auftrag der Politik nannte er eine bessere Suizidprävention.

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Persönlich sprach er sich bei der Regelung der Beihilfe zum Suizid für ein Verbot jeder organisierten Form der Beihilfe zur Selbsttötung aus. Der Bundestag will Anfang November über eine bessere Versorgung sterbenskranker Menschen in Hospizen und Palliativstationen sowie rechtliche Rahmenbedingungen der bisher ungeregelten Beihilfe zur Selbsttötung entscheiden.

„Mit dem Gesetz zur Verbesserung der Hospiz- und Palliativversorgung werden wir die Versorgung und Begleitung von schwerstkranken Menschen deutlich verbessern“, sagte Gröhe. Ziel sei ein flächendeckendes Angebot an Palliativ- und Hospizleistungen in ganz Deutschland. „Wir stärken die Palliativversorgung und die Hospizkultur an den Orten, an denen Menschen ihre letzte Lebensphase verbringen – sei es zu Hause, in Pflege­heimen oder in Krankenhäusern“, so der Minister.

Im Rahmen der Veranstaltung übergab die Robert Bosch Stiftung dem Gesundheits­minister eine umfassende Publikation mit Handlungsempfehlungen. Jetzt komme es darauf an, die Ergebnisse der letzten Jahre in die Breite zu tragen, verwies Joachim Rogall, Geschäftsführer der Robert Bosch Stiftung.

© hil/aerzteblatt.de

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