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Politik

Baden-Württemberg finanziert Qualifizierung der Patientenfürsprecher

Dienstag, 13. Oktober 2015

Stuttgart – Das baden-württembergische Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren möchte die Patientenfürsprecher in Krankenhäusern aufwerten und bei der Bewältigung ihrer Aufgaben stärken. Ge­sund­heits­mi­nis­terin Katrin Altpeter (SPD) kündigte an, fast 120.000 Euro allein in diesem und im kommenden Jahr für Fortbildung und Qualifizierung der zumeist ehrenamtlich tätigen Fürsprecher zur Verfügung zu stellen. Das Kabinett hat diesen Plänen bereits zugestimmt.

Patientenfürsprecher sind Altpeter zufolge eine wichtige Kommunikationsschnittstelle zwischen Patientinnen und Patienten und dem Krankenhaus. „Sie stehen Patienten sowie deren Angehörigen als unabhängige Ansprechpartner für deren Belange und Wünsche, aber auch für Kritik zur Verfügung“, so die Ministerin. Den Krankenhäusern könnten sie als „kritische Partner“ wichtige Hinweise auf Qualitätsprobleme geben. Auch mit Blick auf die steigende Zahl von Menschen mit Demenz im Krankenhaus seien Patientenfürsprecher eine „segensreiche Einrichtung“, sagte Altpeter.

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Sie sollen zudem dabei mitwirken, in Kliniken ein patientenorientiertes Beschwerde­mana­gement entsprechend den Vorgaben des Patientenrechtegesetzes einzurichten. Voraussetzung dafür seien aber gute Kenntnisse über die Strukturen und Abläufe in den Krankenhäusern sowie über die Möglichkeiten und Grenzen der eigenen Aufgaben, so Altpeter. Diese Kenntnisse seien bisher bei den Patientenfürsprechern in sehr unterschiedlichem Umfang vorhanden.

Deshalb sollen den Fürsprechern nun entsprechende Fortbildungsangebote unterbreitet werden, ohne dadurch aber Zugangshürden für Ehrenamtliche aufzubauen, unterstrich die Ministerin. Die Teilnahme sei für alle kostenlos. Langfristig strebe das Land an, dass die Krankenhäuser die Kosten für die Fortbildung übernehmen. © hil/aerzteblatt.de

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