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Ärzteschaft

Bayerische Lan­des­ärz­te­kam­mer will geschädigten Patienten unbürokratisch helfen

Mittwoch, 14. Oktober 2015

München – Die Bayerische Lan­des­ärz­te­kam­mer (BLÄK) hat sich dafür ausgesprochen, geschädigten Patienten unbürokratisch zu helfen. Die Kammer mache sich bereits seit Jahren für die Einrichtung eines Härtefallfonds stark, der Patienten nach einem Behandlungsfehler finanziell helfen soll, verwies BLÄK-Vizepräsident Wolfgang Rechl.

Der Fonds sollte für Patienten mit einem erlittenen Schaden eintreten, „wenn es keinen sicheren Nachweis der Schadensursache oder des Verschuldens gibt“, oder „wenn eine seltene oder bislang unbekannte Komplikation auftritt, die die betroffene Person erheblich schädigt“, oder „die Durchsetzung des Schadensersatzanspruchs unzumutbar lange dauern würde“ und eine finanzielle Hilfe aus sozialen oder anderen Gründen geboten erscheint.

„Grundsätzlich sind ärztliche Behandlungsfehler bei der Vielzahl der Tag täglich stattfindenden Eingriffe selten, ganz ausschließen kann man sie jedoch nie“, sagte Rechl. Deshalb richte die BLÄK seit vielen Jahren besonderes Augenmerk auf Risk- und Qualitätsmanagement und praxisrelevante Fortbildungen.

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Dazu zähle auch das „Critical Incident Reporting-System“ (CIRS). In das System melden Ärzte „Beinahe-Fehler“ und sicherheitsrelevante Ereignisse und unterstützen so das überregionale, interprofessionellen und interdisziplinäre Lernen. „Die Behand­lungsfehlerquote, also das Verhältnis von festgestellten Behandlungsfehlern zu allen abgeschlossenen Verfahren, lag im vergangenen Berichtsjahr bei 31 Prozent und damit auf dem Niveau der Vorjahre", erklärte Rechl.

Damit entspreche die Behandlungsfehlerquote auch dem Ergebnis der bundesweiten Auswertung der von den Gutachterkommissionen und Schlichtungsstellen an die Bundes­ärzte­kammer gemeldeten, jahresbezogenen Daten.

© hil/aerzteblatt.de

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