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Ärzteschaft

Arzneimittel: 1,2 Milliarden Euro mehr im kommenden Jahr

Freitag, 16. Oktober 2015

dpa

Berlin – Die bundesweiten Anpassungsfaktoren für Arznei- und Heilmittel steigen im kommenden Jahr um jeweils 3,7 Prozent. Darauf haben sich die Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und der Spitzenverband der Gesetzlichen Kranken­versicherung (GKV) geeinigt. Demnach steht im Arzneimittelbereich ein zusätzliches Finanzvolumen von etwa 1,2 Milliarden Euro zur Verfügung.

Gesonderter Betrag für Hepatitis-C-Medikamente
Vereinbart wurde laut KBV außerdem, dass für die seit 2014 zugelassenen Arzneimittel zur Behandlung von Hepatitis C ein gesonderter Eurobetrag ausgewiesen wird. Fest­gelegt wurden dafür jeweils 1,4 Milliarden Euro für 2015 und 2016. Zudem sollen die Ausgaben für diese neuen und sehr teuren Medikamente wie bereits im letzten und in diesem Jahr auch 2016 nicht bei der Bildung von Richtgrößen berücksichtigt werden.

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„Die Ergebnisse sind ein positives Signal für die Arbeit der Vertragsärzte“, betonte KBV-Vorstand Regina Feldmann. „Wir kommen damit unserem Ziel näher, die längst nicht mehr sachgerechten Richtgrößenprüfungen weiter zurückzudrängen“, so Feldmann. Positiv sei auch, dass die behandelnden Ärzte weiterhin eine Verordnungssicherheit haben, wenn sie diese speziellen und hochpreisigen Medikamente verschreiben.

Höherere Bedarf für die geriatrische Versorgung erwartet
Für Heilmittel steigen die bundesweiten Anpassungsfaktoren im kommenden Jahr ebenfalls um 3,7 Prozent. Dadurch wächst das Finanzvolumen um rund 195 Millionen Euro. Ein Teil des Mehrbetrages soll in die Heilmittelversorgung von geriatrischen Patienten fließen. In diesem Bereich erwarten KBV und GKV-Spitzenverband einen höheren Bedarf, insbesondere aufgrund der neuen geriatrischen Institutsambulanzen.

Die auf Bundesebene ausgehandelten Rahmenvorgaben bilden die Grundlage für Verhandlungen der Kassenärztlichen Vereinigungen mit den regionalen Krankenkassen über die Höhe der regionalen Ausgabenvolumen 2016. Dabei fließen zusätzliche Faktoren ein, zum Beispiel die Zahl und das Alter der Versicherten. © hil/aerzteblatt.de

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