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Zoonosenforschung sollte eng mit dem öffentlichen Gesundheitsdienst zusammenarbeiten

Montag, 19. Oktober 2015

Berlin – Die Erforschung und die Eindämmung von Zoonosen braucht einen umfassenden und interdisziplinären Ansatz. Wichtig ist die enge Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und öffentlichem Gesundheitsdienst. Das forderten die Teilnehmer des nationalen Symposiums für Zoonosenforschung Mitte Oktober in Berlin. Hintergrund ist, dass 60 bis 70 Prozent aller beim Menschen neu auftretenden Infektionskrankheiten ursprünglich von Tieren stammen.

„Für Szenarien mit neuen Erregern gibt es viele Beispiele, denn die natürliche Grenze zwischen Menschen und exotischen wilden Tieren, die es früher gab, wird immer mehr durchbrochen“, sagte Jonas Schmidt-Chanasit von Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin. Nur in der Zusammenarbeit mit dem öffentlichen Gesundheitsdienst sei exzellente Forschung möglich, besonders im Bereich der neu auftretenden Erreger in Deutschland.

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Die Teilnehmer des Symposiums forderten außerdem einen Fonds, aus dem bei bevölkerungsrelevanten Krankheitsausbrüchen durch neue zoonotische Erreger schnell Mittel bereitgestellt werden könnten. Die Wissenschaft sei in einer solchen Situation gefordert, akut an dem jeweiligen Thema zu forschen, während der öffentliche Gesundheitsdienst nicht nur Fragen und Prioritäten in die Forschung einbringen könne, sondern auch Unterstützung benötige – beispielsweise Fortbildungen –, um die Gefahr beurteilen und Schutzmaßnahmen für die Bevölkerung zu entwickeln. © hil/aerzteblatt.de

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