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Wissenschaftsrat lobt Hertie-Institut für klinische Hirnforschung

Dienstag, 20. Oktober 2015

Tübingen – Als „modellhaft für die Universitätsmedizin in Deutschland“ hat der Wissenschaftsrat das Tübinger Hertie-Institut für klinische Hirnforschung (HIH) gelobt. Das HIH habe sich seit seiner Gründung eine herausragende nationale und interna­tionale Reputation erarbeitet –besonders hervorzuheben sei die Verbindung von Grundlagenforschung und klinischer Praxis, so der Wissenschaftsrat.

Das HIH war im Sommer 2015 auf Bitten des Landes Baden-Württemberg und der gemeinnützigen Hertie-Stiftung durch den Wissenschaftsrat evaluiert worden. Grundlage dafür war eine umfangreiche Bestandsaufnahme zu Forschung, Lehre und Krankenversorgung.

Der Wissenschaftsrat betont in seiner Stellungnahme auch, das Entwicklungspotenzial für das HIH sei am Standort Tübingen noch nicht ausgeschöpft. Um dieses Potenzial nachhaltig zu entwickeln, sei aber eine langfristige Grundfinanzierung notwendig. Das Beratungsgremium hält hier eine gemeinsame Finanzierung von Bund und Ländern für denkbar. „Ich bin optimistisch, dass es mit dem Rückenwind des Evaluationsergebnisses gelingen wird, für das HIH eine dauerhafte und auskömmliche Grundfinanzierung zu sichern“, sagte der Vorstandsvorsitzende des Instituts, Thomas Gasser.

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„Mit der öffentlich-privaten Partnerschaft, der modernen Führungsstruktur und der besonders engen Verzahnung von Klinik und Grundlagenforschung hat die Hertie-Stiftung bei der Gründung des HIH wichtige Reformansätze gelegt“, sagte der Vorstands­vorsitzende der gemeinnützigen Hertie-Stiftung, Frank Weise. Die Empfehlung des Wissenschaftsrats sei eine hervorragende Voraussetzung für die Weiterentwicklung des HIH.

Das HIH wurde im Dezember 2000 durch die gemeinnützige Hertie-Stiftung, das Land Baden-Württemberg, die Universität Tübingen und ihre medizinische Fakultät (MFT) sowie das Universitätsklinikum Tübingen (UKT) gegründet. Das HIH und die neuro­logische Universitätsklinik Tübingen bilden gemeinsam das Zentrum für Neurologie mit rund 350 Mitarbeitern. © hil/aerzteblatt.de

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