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Medizin

Fahrplan für eine bessere Behandlung von Vorhofflimmern

Mittwoch, 21. Oktober 2015

Brüssel – Einen Plan dafür, wie sich die Behandlung von Patienten mit Vorhofflimmern verbessern lässt, hat eine internationale Expertengruppe auf Initiative des Kompetenz­netzes Vorhofflimmern (AFNET) und der European Heart Rhythm Association (EHRA) entwickelt. Er ist in der Zeitschrift EP Europace erschienen (doi:10.1093/europace/euv304).

Weltweit leben mindestens 30 Millionen Menschen mit Vorhofflimmern. Trotz ver­besserter Behandlungsmöglichkeiten erleiden Patienten mit Vorhofflimmern nach wie vor Schlaganfälle, erkranken an Herzschwäche und sterben vorzeitig.

„Wir haben das Expertentreffen veranstaltet, um einen Plan für konkrete Verbesserungen bei der Versorgung von Vorhofflimmern zu entwickeln. Das Ergebnis der Konferenz haben wir in Form von Empfehlungen und Forschungsprioritäten zusammengefasst“, erläuterte der AFNET-Vorstandsvorsitzende und EHRA-Vorstandsmitglied Paulus Kirchhof.

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Die AFNET/EHRA Roadmap empfiehlt unter anderem die Einführung eines groß angelegten Vorhofflimmer-Screenings für Über-65-Jährige und in Bevölkerungsgruppen mit hohem Risiko, um eine frühzeitige Diagnose und Behandlung von Vorhofflimmern möglich zu machen. Sie empfiehlt außerdem, Standards zu entwickeln, mit denen die Qualität und der Erfolg der Vorhofflimmerablation einheitlich gemessen werden kann.

Für eine erfolgreiche Therapie von Vorhofflimmern sollten alle Patienten in die Entscheidungen über ihre Behandlung einbezogen werden sollten. Die Voraussetzung dafür ist, dass die Patienten gut informiert sind. Um das zu erreichen, empfehlen die Autoren, das Angebot an frei zugänglichen Informationen über Vorhofflimmern und die damit verbundenen Komplikationen und die Behandlungsmöglichkeiten zu verbessern.

„Angesichts der großen weltweiten Vielfalt der Gesundheitssysteme können die verschiedenen Länder voneinander lernen und bessere Modelle für die Behandlung von Vorhofflimmern entwickeln. Wir hoffen, dass dieser Plan, der von Spezialisten aus unterschiedlichen Teilen der Welt erstellt wurde, dazu beiträgt, die Behandlung von Vorhofflimmern in Europa und der Welt zu verbessern“, sagte Gerhard Hindricks, Präsident der EHRA.  © hil/aerzteblatt.de

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